Bücher zum Anarchismus und Anarchosyndikalismus
Die Idee der Freiheit wirkt integral in alle Lebensbereiche, insbesondere in die Ökonomie: Ob als Grundlage moderner Wirtschafts-, Arbeits- und Organisationsformen, ob als Konsumentensouveränität, ob als Gestaltungsproblem bei der (Selbst-)Organisation, der "Traum vom freien Leben" bewegt die Menschen. Bedingungs- und grenzenlose Freiheit ist dabei höchst umstritten, wobei stets auch die Furcht vor Chaos und Gewalt, vor anarchischen Zuständen mitschwingt. Zugleich leben wir auch in liberalen Gesellschaften reglementiert, haben gesellschaftliche und staatsbürgerliche Pflichten aller Art und auch die Zwänge der globalen Wirtschaft diktieren den Alltag. Die vor diesem Hintergrund propagierten Alternativkonzepte kann nur verstehen und bewerten, wer sie im Hinblick auf ihren Entstehungskontext, ihre philosophischen Grundlagen und Vordenker einzuordnen vermag. Dieser anspruchsvollen Aufgabe widmet sich der Autor in seiner dennoch gut verständlichen Darstellung.
Autor*innen: Cyrus Achouri
Clara Wichmann (1885-1922), Juristin, Feministin und Revolutionärin, war die erste Theoretikerin grundsätzlicher Gewaltlosigkeit in Europa und deren erste Geschichtsphilosophin noch vor der Rezeption Gandhis in Europa. Gewaltlosigkeit war für sie kein abstraktes Dogma, sondern Bestandteil und Ausdruck eines sozialen Lernprozesses
Autor*innen: Clara Wichmann
„Was ist die heutige und vergangene ‚Justiz‘? Hat es irgend jemals eine vollkommenere Verbrecher-Sippschaft gegeben als die Criminalisten? Alles denkbar schlechte, grausame und unmenschlich Verrückte ist und wird von dieser Bande vollbracht. Sie will die Menschen zur Vernunft bringen, und ist selbst die grösste Unvernunft. Oder gibt es etwas Scheusslicheres als die langsame Hinmordung in den Gefängnissen? Und wer sollte die offene Gewalt des ganzen ‚Justiz‘-Apparates nicht kennen? Und diese Barbaren sollen wir mit Vernunftgründen auf die Bahn der Menschlichkeit bringen? Strolchen sollen wir den Arsch lecken? Es gibt nur einen Weg zur Freiheit, und der besteht darin, dass wir den Mordgesellen den Garaus machen, bevor sie ihre schmutzigen Pfoten in unserm Blute waschen.“
Autor*innen: Conrad Froehlich
Autor*innen: B. Traven / Ret Marut
Autor*innen: Hans Jörg Fuchs
Während Staaten Probleme schaffen, die nur mit ihrer Hilfe gelöst werden können, legt Desert anschaulich Lösungsansätze abseits von Naturschutzprogrammen dar. Der Blick auf neue Perspektiven bleibt positiv: Er zeigt, was es bedeutet, Anarchist*in und Umweltschützer*in zu sein, wenn weder die globale Revolution noch weltweite Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Das Setzen von kurzfristigen Zielen und die gegenseitige Unterstützung sind nur zwei der zahlreichen Vorschläge, die das Buch zu einer anregenden und motivierenden Lektüre machen.
Autor*innen: Anonym
Am 19. Juli 1936 trat eine kleine Gruppe deutscher EmigrantInnen in Barcelona ins Rampenlicht der politischen Öffentlichkeit. An der Seite ihrer spanischen GenossInnen kämpften Mitglieder der Gruppe "Deutsche Anarchosyndikalisten im Ausland" (DAS) gegen deutsche Nationalsozialisten, die sich den putschenden Militärs unter General Franco angeschlossen hatten. Beim Sturm auf den Deutschen Klub erbeutete die DAS Dokumente, die belegten, dass die gut organisierte Auslandsorganisation der NSDAP in Spanien GegnerInnen des NS-Regimes überwachte und einschüchterte sowie Einfluss nahm auf die spanische Innenpolitik. Die Aktivitäten der DAS und der deutschen Freiwilligen, die in anarchistischen Milizen kämpften, stehen im Zentrum dieser Arbeit.
Autor*innen: Dieter Nelles; Ulrich Linse; Harald Piotrowski; Carlos García
Die Ende der 1920er Jahre in Genf gegründete Aktionsliga der Bauarbeiter (LAB) stellt gewissermassen den bewaffneten Arm des Schweizerischen Bau- und Holzarbeiterverbands (SBHV) dar und wird zu einer konstanten Bedrohung für die Arbeitgeberschaft. Ein Unternehmer, der den Vertrag nicht respektierte, riskierte damals die schlichte Zerstörung seiner Baustelle. Trotz der Vorladungen und Verhaftungen schaffen es die spektakulären Aktionen der LAB, ein neues System der Gesamtarbeitsverträge durchzusetzen. Der spektakuläre Aktivismus der LAB ist bezeichnend für die Hoffnungen und Spannungen in der Schweizer Arbeitswelt der Zwischenkriegszeit, die vorliegende Studie ist ein wertvoller Beitrag zur Erneuerung der Arbeitermilitanz.
Autor*innen: Alexandre Elsig
Autor*innen: Sébastien Faure
Autor*innen: Martin Veith
Autor*innen: Erich Mühsam
Autor*innen: Pierre Joseph Proudhon