Bücher zu den Themenbereichen Antifaschismus, Antirassismus und Antisemitismus
Autor*innen: Frank Pfeiffer; Forum deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA)
Der Umgang von Marx und Engels mit Rassismus ist heiß umstritten. Die Positionen reichen von orthodoxen Rechtfertigungen bis zu postmodernen Denunziationen. Beide gehen in der Regel eindimensional vor und beziehen sich auf den kolonial geprägten Gegensatz angeblicher Rassen. Der wird aber nicht mit anderen Formen des Rassismus wie Antisemitismus, Antislawismus oder Orientalismus vermittelt.
Autor*innen: Wulf D. Hund; Lukas Egger; Felix Lösing
Autor*innen: Alte Feuerwache e.V. (Hg.)
Selbstorganisierung als eine besondere Form der kritischen Auseinandersetzung von Migrant*innen mit rassistischen Verhältnissen um Mobilität, Bürgerrechte, Zugehörigkeit etc. ist in Deutschland politisch sehr heterogen. Historisch hat sie sich als ein fruchtbares umkämpftes Terrain für das Entstehen einer politisch kohärenten Kraft jenseits der paternalistischen Bevormundung erwiesen. Sie birgt jedoch auch Gefahren der Identitätspolitik. Diese Ambivalenz kristallisiert sich zumindest bei der Betrachtung der antirassistischen politischen Praxis türkeistämmiger Migrant*innen heraus.
Autor*innen: Çagr? Kahveci
Migration ist als Thema in den Massenmedien angekommen. Unter der Devise der "Hybridität" werden kulturelle Praktiken von MigrantInnen als widerständig gefeiert. In ihrem Einstiege-Band durchleuchtet Ceren Türkmen in einer hegemoniekritischen Analyse diese Perspektive kritisch und fragt dabei nach hegemonialen Vereinnahmungen migrantischer Praktiken vor dem Hintergrund einer "Kulturpolitik der Differenz" in postfordistisch-kapitalistischen Gesellschaften.
Autor*innen: Ceren Türkmen
Autor*innen: Albert Kraler; Karl Husa; Veronika Bilger; Irene Stacher (Hg.)
Autor*innen: Holger Marcks; Andreas Koob; Magdalena Marsovszky
In den Texten, den Symbolen und insbesondere in der Praxis der Chrysi Avgi lassen sich die Gründe aufspüren, die das Wiederauftauchen von »Sturmtruppen« in einem europäischen Land ermöglicht haben. Dimitris Psarras zeigt aber auch Ansätze auf, wie der Absturz in die Barbarei aufgehalten werden kann.
Autor*innen: Dimitris Psarras
Der Band versteht sich als aktivistische Intervention in eine cis heteronormative Geschichte antirassistischer Kämpfe einerseits und eine weiße Erzählung queerer Geschichte andererseits. Damit stellt der Band zugleich ein Bewegungsarchiv und ein Beitrag zu einer »Queer of Color«-Kritikperspektive im deutschsprachigen Kontext dar. Er fragt danach, wo, wann und wie Geschichte(n) erinnert werden, und verweist darauf, dass gesellschaftliche Kämpfe in ihren konkreten wie theoretischen Bezügen in einem geschichtlichen Kontext stehen. Heutige Kämpfe fußen auf vergangenen Auseinandersetzungen, haben immer eine Geschichte, mag diese noch so fragmentarisch oder brüchig erscheinen.
Autor*innen: Tarek Shukrallah (Hg.)
Milliarden für die Abschottung, rassistische Gesetze, Migrationsdeals mit Diktaturen: Getrieben von der extremen Rechten tut die Politik in Europa heute fast alles, um Geflüchtete fernzuhalten oder sie wieder abzuschieben. Doch sei es auf den Transitrouten in Afrika, an den EU-Außengrenzen oder im Innern der EU: Überall gibt es heute Widerstand von Geflüchteten gegen diese Politik. Die „People on the Move“ wissen: Eine Chance, für ihre Rechte einzustehen, haben sie nur vereint – und transnational. In Netzwerken wie We’ll come United kämpfen sie deshalb für Bewegungsfreiheit, gegen Isolation und Gewalt. Dieses Buch zeigt die Selbstorganisierung von Menschen auf der Flucht und die Unterstützung, die sie dabei erfahren: Vom Kampf gegen die Misshandlung durch EU-finanzierte libysche Milizen bis zum Widerstand gegen die Bezahlkarte oder traumatisierende nächtliche Abschiebungen in der Nacht aus deutschen „Dublin-Zentren“. In den Blick genommen werden die Anfänge in den 1990er Jahren bis zu den neuen antirassistischen Bündnissen in Europa und über das Mittelmeer hinaus.
Autor*innen: Welcome united (Hg.)
Spätestens seit dem Herbst 1985 zeichnet sich ein „Ende der Schonzeit“ für Juden in Deutschland ab; erinnert sei an Der Müll, die Stadt und der Tod von Rainer Werner Fassbinder, den Vortrag des Berliner Historikers Ernst Nolte im Juni 1986 und den anschließenden „Historikerstreit“ und an Martin Walsers Rede in der Paulskirche im Herbst 1998. Aber auch Wissenschaftler und Pseudo-Wissenschaftler verbreiten gerne ihre „Wahrheiten“ über die Juden, ihre Religion und Kultur, über Israel und seine Entstehungsgeschichte.
Autor*innen: Miriam Magall
Autor*innen: Ingo Taler