Bücher zu Pädagogik, Bildung, Psychologie und zur Antipsychiatriebewegung
Die von Klaus Holzkamp begründete Kritische Psychologie begann mit einer Kritik der Funktion der Psychologie als Herrschaftswissenschaft und einer Methodik, die »Verhalten« nur als Arrangement unter fremdgesetzten Bedingungen erfasst. Die Einführung zeichnet nach, wie diese Kritik zur marxistischen Subjektwissenschaft entwickelt wurde. Als solche will sie Möglichkeiten auf den Begriff bringen, die in der traditionellen Psychologie nach wie vor theoretisch verkannt und in der kapitalistischen Gesellschaft praktisch behindert werden.
Autor*innen: Morus Markard
Für Ivan Illich ist die Schule das wirksamste Instrument zur Vorbereitung der Kinder auf ein entfremdetes Leben unter Leistungs- und Konsumdruck. Nicht zuletzt deshalb zählt er die uns geläufige Institution "Schule" zu den primären Ursachen für die Ausbreitung sozialer Ungleichheiten. Doch beläßt es Illich nicht bei dieser provokanten Feststellung, die, 1972 erstmalig in Deutschland veröffentlicht, eine Welle der Empörung und dauerhafte Diskussion auslöste. Ziel eines guten Bildungswesens müsse vielmehr sein, allen, die lernen wollen, zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens Zugang zu vorhandenen Möglichkeiten zu gewähren...
Autor*innen: Ivan Illich
Autor*innen: Andreas Kuhlmann
Das Thema Psychiatriekritik ist schon lange aus dem Blickfeld von Feminist*innen verschwunden. ›Helfende‹ Maßnahmen werden nicht (mehr) gesellschaftskritisch analysiert, auch psychiatrisch-medizinische Ansätze werden nicht auf ihre strukturelle Bedeutung hin befragt – Geschichte scheint es in der Psychiatrie nicht zu geben.
Autor*innen: Peet Thesing
Autor*innen: Kerstin Kempker (Hg.)
Der Band zeigt die Facettenvielfalt und Heterogenität einer Freiheitspädagogik im 19. und 20. Jahrhundert an ausgewählten Beispielen und macht deutlich, dass es in diesem Zeitraum bis heute eine Tradition von Gegenentwürfen zur etatistischen Bildungskultur gibt, die auch immer einer starken Repression ausgesetzt war und letztendlich nicht in den Lehrkanon pädagogischer Professionalisierung aufgenommen wurde.
Autor*innen: Hans-Ulrich Grunder; Ulrich Klemm u.a. (Hg):
Pädagogik blickt am Kind vorbei in eine Zukunft, die sich aus dem Standpunkt des jeweiligen Pädagogen ergibt. Ein Erziehungsziel, das zumeist aus den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen resultiert und diese stützt, wird der Befassung mit dem Kind vorgeschaltet. In den vorliegenden Texten werden dieser sowie weitere Fehler pädagogischen und sozialarbeiterischen Denkens anhand von Akteuren, Ideen und Schlagworten feuilletonistisch aufgezeigt.
Autor*innen: Christoph Horst
Die vergangenen Jahre waren geprägt von der globalen Corona-Krisenerfahrung. In diesem Band fragen wir daher nach Krisenerfahrungen sowie nach kollektiven Praktiken im Umgang mit ihnen. Die Beiträge kritisieren psychiatrische und psychologische Strukturen und Einrichtungen. Die Vielfalt zeigt sich auch in der Form der Beiträge, denn es finden sich Gedichte, Songtexte und Bildbeiträge in der Gegendiagnose III.
Autor*innen: Kim Wichera; Alex Steinweg; Esto Mader; Cora Schmechel (Hg.)
Autor*innen: Cora Schmechel; Esto Mader; Kim Kawalska; Alex Steinweg (Hg.)
Die hierin versammelten Texte sind voller Leidenschaft, visionärer Kraft und werden begleitet von Erzählungen aus hooks’ eigener Schul- und Lehrzeit. Wie das Sprechen über Rassismus, Gender und Klasse, wie Critical Whiteness und Demokratieerziehung über den Unterricht hinaus in alltägliche Lernsituationen einfließen können, zeigt hooks anhand zahlreicher praxisnaher Beispiele. Dabei geht sie ungezwungen auch ›heikle‹ Themen an: Spiritualität im Unterricht, Burnout im Erziehungswesen, erotische Beziehungen zwischen Lehrkräften und Studierenden …
Autor*innen: bell hooks
Dieses Buch bietet einen differenzierten, prägnanten und kritischen Einblick in die Geschichte und Gegenwart der internationalen Alternativschulen. Wichtige Personen der Alternativschulbewegung werden dabei ebenso berücksichtig wie die oftmals spektakulären und legendären Schulen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die bis heute diese Schulkultur prägen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung in Deutschland seit dem frühen 20. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Angesprochen werden auch die wenig bekannten Ansätze alternativer Schulen in der DDR und die ersten freien Schulen in der BRD aus den 1960er Jahren, die aus der Kinderladenbewegung heraus entstanden.
Autor*innen: Matthias Hofmann
1911 in Graz geboren, früh in antifaschistischen (Künstler-)Kreisen aktiv, war sie emotionaler Mittelpunkt ihrer »Brüdergemeinde«, einer linken Horde, selbstverantwortlich und nie hierarchisch. Diese fand für sie ihre Fortsetzung im Spanischen Bürgerkrieg und bei den jugoslawischen Partisanen. Aber auch in den späteren Forschungsreisen mit Paul Parin sowie Fritz und Ruth Morgenthaler nach Westafrika und in ihrer späteren Tätigkeit als Psychoanalytikerin spiegelte sich ihre Haltung wider.
Autor*innen: Goldy Parin-Matthèy