Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
Mitten im Ersten Weltkrieg und im Hinblick auf den revolutionären Kampf gegen den Krieg und für die Weltrevolution entwickelt Henriette Roland Holst in ihrer Schrift »Die Kampfmittel der sozialen Revolution« ein leidenschaftliches Plädoyer für den Vorrang der geistigen vor der physischen Gewalt. Diesem Plädoyer liegt keineswegs ein naiver Sozialpazifismus zugrunde, sondern eine realistische Lösung des Dilemmas der sozialen Revolution in der Gewaltfrage.
Autor*innen: Henriette Roland Herbst
»Die revolutionäre Massenaktion« von Henriette Roland Holst, 1918 unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs und der Russischen Revolution geschrieben, ist eine zentrale Analyse der kollektiven Kampfformen des Proletariats gegen die Herrschaft des Kapitals. Im Gegensatz zur reformistischen Sozialdemokratie, die auf parlamentarische Umgestaltung setzt, zeigt Roland Holst die revolutionäre Massenaktion als organische Entwicklung des Klassenkampfes.
Autor*innen: Henriette Roland Holst
Die arbeitende Bevölkerung unterwirft sich den Entscheidungen von Politik und Konzernen, obwohl sie es ist, die die Gesellschaft am Laufen hält. Warum akzeptieren so viele Menschen eine Weltordnung, die gegen ihre Interessen arbeitet? Warum lehnen sie sich nicht auf, sondern verteidigen oft sogar das System, das sie beherrscht?
In »Die Grundlagen der sozialen Revolution. Band 2: Das falsche Bewusstsein« geht Anton Pannekoek genau dieser Frage nach. Seine Antwort: Die Herrschaft des Kapitals beruht nicht nur auf Zwang, sondern wird von Ideologien begleitet, die das Denken der Menschen prägen. Diese Ideologien – das »falsche Bewusstsein« – erschweren es denen, die mit ihrer Arbeit den vorhandenen Reichtum schaffen, die gegen sie gerichtete Politik zu durchschauen und zugleich ihre eigene kollektive Stärke zu erkennen.
Autor*innen: Anton Pannekoek
Schon vor dem Ersten Weltkrieg analysierte Pannekoek, wie Kapital und Staat die arbeitenden Menschen in Abhängigkeit halten und über ihre Köpfe hinweg wirtschaftliche und politische Entscheidungen treffen. Pannekoek propagierte demgegenüber die Selbstverwaltung: Arbeiterräte, in denen diejenigen, die die Arbeit machen, auch über Produktion und Verteilung entscheiden.
Autor*innen: Anton Pannekoek
Die These eines neuen Erdzeitalters wird aus einer interdisziplinären Perspektive dargestellt und aus einer kritischen, linken Perspektive diskutiert.
Autor*innen: Alice Rombach
Wo fanden um 1720 mann-männliche Sex- und Cross-Dressing-Partys statt? Welcher Frühsozialist bestimmte den Grad der Emanzipation einer Gesellschaft anhand des Fortschritts in der Frauenbefreiung? Wie dachte Sigmund Freud über den Zusammenhang von Kultur und Sexualität und was verstand Alexandra Kollontai im revolutionären Russland unter ihrer Forderung nach allseitiger ‹kameradschaftlicher Liebe›? Wie bestimmte Herbert Marcuse das Verhältnis von Sex und kapitalistischer Produktionsweise, was hätte Anne Koedt Wilhelm Reich über den weiblichen Orgasmus gelehrt und in welchem Zusammenhang stand die feministische Kritik an der ‹sexuellen Revolution› mit dem politischen Lesbianismus nach 1970?
Autor*innen: Anna-Myrte Palatini; Sebastian Bischoff
Wie die Linke auf die Klimakrise reagieren soll, ist heftig umstritten. Dieses Buch macht sich auf die Suche nach Verbindungen zwischen «grünen» und «roten» Perspektiven. Dabei geht es den Autor:innen zunächst darum, die gesellschaftlichen Triebkräfte des Klimawandels theoretisch auf den Begriff zu bringen. Im Rückgriff auf neuere, ökologische Interpretationen des Werks von Karl Marx zeigen sie: Die Klimakrise entspringt nicht dem Wesen des Menschen, sondern den besonderen ökonomischen Gesetzen der kapitalistischen Gesellschaft.
Autor*innen: Katja Wagner, Maximilian Hauer, Maria Neuhauss
Der islamistische Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo sollte nicht nur die Redaktion auslöschen, sondern zielte auf die Kunstform der Satire an sich. Zum 10. Jahrestag des Attentats zeigt dieser Band, dass Satire so einfach nicht getötet werden kann, und setzt damit ein Zeichen für die Freiheit. Mit religionskritischen Zeichnungen u.a. von Ralf König, Dorthe Landschulz, Nadia Menze, Til Mette, Martin Perscheid, Oliver Ottitsch und Jacques Tilly sowie einem Essay von Michael Schmidt-Salomon über die Geschichte des "Gotteslästerungsparagrafen" 166 StGB und seine fatalen Wirkungen bis heute.
Autor*innen: Karla Kaktus / Peter Piranha (Hg.)
Sie wolle »in einer Gesellschaft leben«, in der zur Verantwortung gezogen werde, »wer Kriegsverbrecher ist, und nicht, wer den Mut hat, Kriegsverbrechen zu enthüllen«, bilanziert Stefania Maurizi. Am Anfang steht das Jahr 2008: Die investigative Journalistin widmet sich einer noch kaum bekannten Organisation namens WikiLeaks. Sie prüft geleaktes Material über die Rolle des italienischen Geheimdienstes in der Müllkrise von Kampanien und findet sich bald in der Berichterstattung über globale Auseinandersetzungen wieder: Sie wertet US-Depeschen, die ›Guantanamo-Files‹ oder Kriegstagebücher über Afghanistan und den Irak aus. Teils nach Treffen mit WikiLeaks berichtet sie für la Repubblica und L’Espresso über Staatsgeheimnisse – wie international führende Medienhäuser auch. Von den ersten Enthüllungen über die Jahre in der Botschaft Ecuadors und im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh bis zur Freilassung im Sommer 2024 geht sie dem Los Julian Assanges nach, der weiterhin für das Grundrecht der Pressefreiheit streitet.
Autor*innen: Stefania Maurizi
Die Juden beherrschen die Welt – das ist der Kerngedanke fast jeder antisemitischen Verschwörungstheorie. Jahrhundertelang wurde die jüdische Bevölkerung für jedes nur denkbare Übel, das die Menschen erdulden mussten, verantwortlich gemacht: schlechte Ernten, Naturkatastrophen, epidemische Krankheiten. Ende des 19. Jahrhunderts entstand dann die Vorstellung, dass eine jüdische Weltverschwörung die Welt ins Chaos stürzen wolle.
Autor*innen: Michael Scholz
Die Klimaaktivistin Ella saß nach der Räumung der Baumhäuser zur Verteidigung des Dannenröder Forsts 529 Tage in Haft. Sie erzählt in diesem sehr persönlich geschriebenen Buch von den Gerichtsprozessen, den Haftbedingungen und dem kräftezehrenden Kampf um kleinste Haftverbesserung wie etwa veganes Essen im Knast. Sie berichtet aber auch von der Solidarität im Gefängnis sowie der Unterstützung für ihren Kampf gegen Überwachungsmethoden, die Preisgabe ihrer Personalien und Passangaben sowie erkennungsdienstliche Behandlungen. Nach ihrem Verständnis hat der Staat nicht das Recht, über ihre Identität und damit ihre Individualität zu verfügen.
Autor*innen: Ella / UP1
Inmitten von Klimakatastophe, Rechtsruck und Hoffnungslosigkeit erzählt der bekannte Klimaaktivist Tadzio Müller in fünf Kapiteln die Geschichte (s)eines Weges von einer Klimadepression, durch die Akzeptanz der Unausweichlichkeit des Klimakollapses: Zurück zur Bewegung und der dort wiedergefundenen Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft, trotz Kollaps und Faschisierung!
Autor*innen: Tadzio Müller