Bücher und Broschüren

Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.

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Verraten. Die KPD im französischen Exil. Anna Seghers. Friedrich Wolf. Fred Wander

Das vorliegende Buch befasst sich mit dem Verrat, den die Führung der deutschen Kommunistischen Partei während des Exils in Frankreich an ihren Mitgliedern übte. Es kritisiert nicht nur, dass die so genannten einfachen Parteimitglieder übergeordnete Genossen hatten um Erlaubnis bitten müssen, bevor sie sich überhaupt in Sicherheit bringen und fliehen konnten. Es kritisiert nicht allein die Tatsache, dass sie nach dem Pakt zwischen Stalin und Hitler von ihrer Parteiführung dazu aufgefordert worden waren, sich freiwillig internieren zu lassen. Es kritisiert darüber hinaus, dass dieselbe Parteispitze ihre Mitglieder auch dazu aufforderte, nach Deutschland zurückzugehen, sich selbst aber für wichtige Aufgaben nach dem Krieg aufsparen wollte.

Autor*innen: Birgit Schmidt

14,40 €
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Syndikalistischer Frauenbund (SFB). Anarcho-Syndikalistische Frauenorganisation in Deutschland, 1920-1933

Läßt sich Hausarbeit als Industriesektor organisieren? Seit 1920 gründeten sich in Deutschland rund 60 Syndikalistische Frauenbünde als Teil der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaftsbewegung, der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD). Mit dem Ziel einer klassenlosen, föderalistisch organisierten sozialistischen Gesellschaft verfolgten sie tagespolitische Interessen. Dazu gehörten gegenseitige Alltagshilfen im Haushalt, freiheitlich-emanzipatorische Kindererziehung nebst Leitung syndikalistischer Kindergruppen und Aktivitäten zur Erholung. Sie stritten für selbstbestimmte Geburtenregelung, für größere und gemeinschaftliche Wohnungen mit Einküchenwirtschaft und richteten sich gegen Kapitalismus, Staat, Kirchen, Alkohol und den § 218 StGB. Streiks wollten diese Frauenbünde durch Boykottmaßnahmen unterstützen. Die Aktivistinnen verlangten in allen Belangen volle Gleichberechtigung mit Männern. Zugleich beharrten sie auf geschlechtlichen Rollenmustern. Passt das zusammen?

Autor*innen: Helge Döhring

20,60 €
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Sokrat. Antifaschist in Russland

Der Protagonist dieser „unautorisierten Biografie“ Alexej „Sokrat“ Sutuga († 2020) war ein Dreh- und Angelpunkt der russischen Antifabewegung. Er war an der Gründung einer der größten und einflussreichsten anarchistischen Gruppen der Russischen Föderation beteiligt, durchlebte und überlebte die wilden Nullerjahre, in denen viele politische Aktivist:innen der grassierenden Gewalt militanter Neonazis zum Opfer fielen, und verbrachte mehrere Jahre in russischen Gefängnissen. Anhand von Sokrats Lebensweg wird die Geschichte einer Bewegung nachgezeichnet, deren Protagonist:innen sonst meist anonym bleiben.

Autor*innen: Dmitrij Okrest; Katja Arenina

20,60 €
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50 Anarchistinnen in / aus Österreich. 50 Schicksale

Das Buch holt die Schicksale von fünfzig Anarchistinnen zurück ins Licht – Frauen, die seit den 1880er-Jahren alles für die Freiheit riskierten. Ob in der radicalen Arbeiterbewegung, beim »Bund herrschaftsloser Sozialisten« oder im lebensgefährlichen Widerstand gegen Austrofaschismus und Nationalsozialismus: Ihr Engagement war grenzenlos. Sie waren ihrer Herkunft nach Hilfsarbeiterinnen, Bäuerinnen, Journalistinnen, Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen. Für ihren Traum von einer Welt ohne Herrschaft und Staat – von der Anarchie – zahlten sie fast immer einen hohen Preis: ein Leben im Untergrund, Verfolgung, Vertreibung, Flucht.

Autor*innen: Reinhard Müller

17,00 €
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Der abenteuerliche Anarchist Karl F. Kocmata 1890-1941. Dichter, Reporter, Verleger, Revolutionär, Obdachloser

Der heute fast vergessene K.F. Kocmata – ihn diesem Vergessenwerden zu entreißen ist ein Verdienst des vorliegenden, übrigens bis in die kleinsten Details hervorragend recherchierten Buches – war u.a. Gründer des „Verlag der Ver!“, eines heute ebenfalls weithin vergessenen Verlagsprojektes, zu dem im „Geschichtswiki“ des Wiener Geschichtsvereins zu lesen ist: Da der Verlag nicht protokolliert und die Freie Künstlervereinigung „Ver“ offensichtlich kein angemeldeter Verein war, lassen sich keine Details über weitere eventuelle Gründer bzw. Mitglieder und keine genauen Daten ermitteln. Verfolgen kann man die Geschichte des Verlags aber weitgehend anhand der zunächst monatlich, vorübergehend auch zweiwöchig erscheinenden Zeitschrift „Ver!“. Gründer und Herausgeber war der vielseitige, politische engagierte Autor und spätere Soldatenrat Karl F. Kocmata. Die Zeitschrift Ver!, die sich unmittelbar nach Ausrufung der Republik gerne als „Monatsschrift für revolutionäre Kunst“ apostrophierte, nahm im Laufe ihres Erscheinens regelmäßig zu Fragen der Politik, der Kunst, der Medizin und der Literatur – in erster Linie in Form von Buchbesprechungen (etwa durch Fritz Karpfen und Herbert Waniek) – Stellung. Lyrik und kurze Erzählungen nahmen eine prominente Stellung ein. Am häufigsten vertreten war neben Kocmata Peter Altenberg, der das Emblem „Ver!“ entwarf und u.a. den ersten Beitrag des ersten Hefts verfasste. Gleichermaßen bemerkenswert sind die in der Zeitschrift „Ver!“ veröffentlichten Originalholzschnitte und Lithographien von Künstlern wie Johannes Fischer, Karl Angerer, Agathe Löwe, Egon Schiele, Josef Humplik und Carl Hauser. Das letzte von Karl F. Kocmata herausgegebene Heft erschien im Februar 1921. Doch nicht nur auf den Literaten, Redakteur und Verleger wird eingegangen, sondern auch auf Kocmata als Revolutionär zwischen kommunistischem, individualistischem und anarchosyndikalistischen Anarchismus, seine Fehden u.a. mit Pierre Ramus und Alexander Weiszsowie auf den langen Weg nach unten Kocmatas.

Autor*innen: Reinhard Müller

27,50 €
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The ultimate hidden Truth of the World...

There are converging political, economic, and ecological crises, and yet our politics is dominated by either business as usual or nostalgia for a mythical past. Thinking against the grain, Graeber was one of the few who dared to imagine a new understanding of the past and a liberatory vision of the future — to imagine a social order based on humans’ fundamental freedom. In essays published over three decades and ranging across the biggest issues of our time — inequality, technology, the identity of 'the West,' democracy, art, power, anger, mutual aid, and protest — he challenges the old assumptions about political life. A trenchant critic of the order of things, and driven by a bold imagination and a passionate commitment to human freedom, he offers hope that our world can be different.

Autor*innen: David Graeber

15,00 €
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Spätfaschismus. Rassismus, Kapitalismus und autoritäre Krisenpolitik

Der Spätfaschismus ist das Nach- und Fortleben von Kolonialismus und Sklaverei, die autoritäre Freiheit des Siedlers und Soldaten. Er ist die antisemitische Scheinrevolte gegen die abstrakte Macht des Kapitals und die nostalgische Fantasie geschichtslos gewordener Gesellschaften. Er ist Genderpanik und Transfeindlichkeit. Er ist neoliberal und reaktionär. Der Spätfaschismus folgt keiner Anleitung und keiner historischen Analogie. Er hat seine eigenen Vorstellungen von Freiheit und Pluralität, Sexualität und Utopie. Nur wenn er in seinen Widersprüchen und Wandlungen erkannt wird, kann er bekämpft und können ihm solidarische Lebensweisen entgegengesetzt werden.

Autor*innen: Alberto Toscano

20,40 €
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Verweigert euch! Antimilitaristische Perspektiven auf die kriegerische Gegenwart

Der aktuelle Kampf um ökonomische Interessen und eine internationale (Neu-)Ordnung der Welt findet nicht nur in den ›heißen‹ Konfliktzonen statt. Es gibt auch Länder, die zwar nicht direkt vom Kriegsgeschehen betroffen sind, in denen die ›Logik des Krieges‹ aber dennoch so präsent ist wie lange nicht mehr. Scheinbar unaufhaltsam wird die vermeintliche Notwendigkeit einer kollektiven Kriegstüchtigkeit mit Nachdruck in die Köpfe und Institutionen eingeschrieben. Die Debatten über Aufrüstung und Wehrpflicht bedienen sich einer Sprache und Überzeugtheit, die Gegenentwürfe schier unmöglich erscheinen lassen.

Autor*innen: Interventionistische Linke FFM (Hg.)

20,40 €
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Was Männer (nicht) sagen. Über Lust, Scham und sexuellen Leistungsdruck

Wenn Männer über Sex sprechen, bleiben sie oft an der Oberfläche. Sie prahlen, denken leistungsorientiert oder schweigen gleich ganz. Beim Sex selbst geht es dann häufig nicht um Lust und Augenhöhe, sondern darum, bestimmte Erwartungen an Männlichkeit zu erfüllen. Die Folge: Männer entwickeln sexuelle Funktionsstörungen, unrealistische Leistungsansprüche oder verhalten sich grenzverletzend – auch sich selbst gegenüber.

Autor*innen: Sven Sieg

16,50 €
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Häusliche Gewalt. Informieren. Positionieren. Handeln

Häusliche Gewalt ist ein systemisches Problem – und das Umfeld spielt darin eine zentrale Rolle. Etienne Perrinjaquet und Sarah Lamboo richten den Fokus bewusst auf diese oft übersehene Perspektive und fragen, was es bedeutet, ein unterstützendes Umfeld zu sein. Welche Verantwortung tragen wir? Welche Vorurteile müssen wir abbauen, welches Wissen uns aneignen und welche Haltung entwickeln, um Betroffenen sinnvoll beistehen zu können? Das Buch vermittelt grundlegendes Wissen über Dynamiken häuslicher Gewalt – und zeigt, wie wir Warnsignale erkennen, sensibel ansprechen und angemessen reagieren können. Es gibt konkrete Orientierung: Was tun bei einem Verdacht? Wie sprechen wir das Thema an, ohne zu überfordern oder zu gefährden? Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Autor*innen: Etienne Perrinjaquet, Sarah Lamboo

14,40 €
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Schwarzes feministisches Denken. Wissen, Bewusstsein und Empowerment

Trotz der mehrfachen Diskriminierung durch Rassismus, Klassismus und Sexismus haben afroamerikanische Frauen eine reiche intellektuelle Tradition entwickelt. In Schwarzes feministisches Denken, ursprünglich 1990 veröffentlicht und 2000 aktualisiert und umfangreich erweitert, unternimmt Patricia Hill Collins erstmals den Versuch, die Worte und Ideen Schwarzer feministischer Wissenschaftler*innen und Schriftsteller*innen sowohl innerhalb als auch außerhalb des akademischen Betriebs zu erforschen. Sie entwickelt einen theoretischen Rahmen für das Werk so prominenter Schwarzer feministischer Denkerinnen wie Angela Davis, bell hooks, Alice Walker und Audre Lorde.  Collins hebt in diesem wegweisenden Werk hervor, dass das Schwarze feministische Denken als kritische Gesellschaftstheorie Schwarzen Frauen die Mittel an die Hand gibt, sich gegen die intersektionalen Unterdrückungen zu wehren. Damit zielt Collins mit ihrer Arbeit auf die Verknüpfung von Schwarzer Wissenschaft mit Empowerment und Schwarzem feministischem Aktivismus ab. Das Ergebnis ist ein ausdrucksstarkes und radikales Buch, das einen gut strukturierten Überblick über Schwarzes feministisches Denken und dessen Kanon leistet.

Autor*innen: Patricia Hill Collins

32,90 €
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Anarchistische Aufbrüche. Soziale Transformationen in eine herrschaftsfrei(er)e Welt

Wie kommen wir in gerechte(re) und ökologisch-nachhaltige(re) Gesellschaften? Anarchistische Aufbrüche stellt Transformation selbst ins Zentrum: nicht als Schlagwort, sondern als Frage nach gangbaren Wegen in eine befreite Gesellschaft. Damit verschreibt sich der Sammelband dem Prinzip des vorhergehenden Bandes Anarchistische Gesellschaftsentwürfe, der Fantasie so viel konkretes Futter wie möglich zu geben. Er versammelt Perspektiven aus Wissenschaft, Kunst und sozialen Bewegungen und verbindet strategische Debatten (revolutionär/reformistisch) mit konkreten Praxen wie direkter Aktion, Selbstorganisation, Bildungsarbeit und Sorgearbeit.

Autor*innen: Thomas Stölner, Utta Isop, Uwe H. Bittlingmayer, Susanne Stölner, Josef Mühlbauer, Michael Wissgott (Hg.)

30,70 €
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