Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
»Angesichts der zweiten Regierung von Donald Trump wissen viele Anarchist*innen und Antifaschist*innen nicht, wo sie anfangen sollen. Während der vorherigen Trump-Regierung bekämpften wir einen scheinbar übermächtigen Gegner, und wir errangen nur einen Sieg, der uns von feigen Demokraten aus den Händen gerissen wurde. Sie machten dort weiter, wo die Republikaner aufgehört haben. Dadurch enttäuschten sie so viele Menschen, dass Trump in der Lage war, an die Macht zurückzukehren. Dies zeigt, dass wir Recht hatten, was das Wesen der Macht betrifft. Aber das ist kein Grund, aufzugeben. Wir sind es der Welt schuldig, für eine echte Alternative zu kämpfen.«
Autor*innen: Crimethinc.
Der Maler Giandante X (bürgerlich Dante Pescò, 1899–1984) war ein italienischer Künstler und politisch engagierter Aktivist aus Mailand und zählte zur Avantgarde der Zwischenkriegszeit und orientierte sich anfänglich am Futurismus, bevor er sich später verstärkt dem sozialkritischen Realismus zuwandte. Giandante X bekundete eine ausgeprägte Überzeugung hinsichtlich des Antifaschismus und nahm am Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner teil. Aufgrund seiner politischen Haltung war er über einen längeren Zeitraum hinweg in finanzieller Not und wurde vom faschistischen Regime verfolgt.
Autor*innen: Werner Abel
Erstmals wird in Band 16 der Gustav Landauer-Werkausgabe seine Lebens- und Werkbiographie als Chronik von Tag für Tag fortgeschrieben. Sie zeigt einen engagierten, unbeugsamen, konsequenten Menschen, dem es als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, Dramaturg und Buchhändler, als libertärer Sozialist und jüdischer Kulturphilosoph, um persönliche Freiheit, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit für alle Menschen zu tun war. Für diese entschlossene Haltung nahm er auch hohe persönliche Opfer in Kauf: gesellschaftliche Diskriminierung als Anarchist und Jude, bewusster Verzicht auf eine bürgerliche Karriere, wiederholte staatliche Verfolgung und Repression (Prozesse und Gefängnisaufenthalte), Ausgrenzung und Stigmatisierung durch den politischen Gegner, folgenreiche Zerwürfnisse innerhalb der anarchistischen Bewegung, nicht selten ein Leben am Rande des materiellen Existenzminimums und zuletzt sein allzu früher Tod, die bestialische Ermordung im Zuge der Niederschlagung der Revolution in Bayern, ohne dass die Täter für die unmittelbare Mordaktion jemals zur Rechenschaft gezogen wurden.
Autor*innen: Gustav Landauer
Goldman war eine leidenschaftliche Verfechterin von sozialer Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Arbeiter- und Frauenrechten. Ihr Anliegen waren nicht nur Freiheit und Gleichheit in politischer Hinsicht, sondern auch sexuelle Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung der Frau. Sie kritisierte die traditionellen Eliten der USA, wetterte gegen Religion, Regierungen und Krieg, forderte eine uneingeschränkte Redefreiheit und war stets mit von der Partie, wenn es um Emanzipation von Herrschaft ging – einen Kampf, den sie in der Sowjetunion verloren zu haben glaubte, weshalb sie bereits 1921 das Land verließ.
Autor*innen: Frank Jacob (Hg.)
„Die religiösen Sozialisten kämpfen in bewusster Verantwortung vor Gott und den Menschen in und mit dem revolutionären Proletariat um die sozialistische Neuordnung; sie haben erkannt, dass die Religion beim Aufbau der sozialistischen Gemeinschaft eine entscheidende Rolle spielt … In den sozialistischen Parteien wollen sie das Misstrauen des Proletariats gegen Religion und lebendiges Christentum überwinden, … Das Symbol, unter dem sie ihren besonderen Kampf kämpfen, ist die rote Fahne der proletarischen Revolution mit dem schwarzen Kreuze Jesu Christi.“
Autor*innen: Bund der religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschland e.V. (Hg.)
Der dritte Band der Trilogie zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion setzt mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ein. Im Verlauf der Pandemie formierte sich eine sogenannte Maßnahmenopposition, die maßgeblich von verschwörungsideologischen Milieus und rechtsextremen Akteuren geprägt war. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 ging aus diesem Spektrum eine rechtsgerichtete Friedensmobilisierung hervor. Sogenannte patriotische Bürgerrechtsbewegungen traten in Erscheinung, die fremdenfeindliche Positionen mit sozioökonomischen Abstiegsängsten verknüpften. Vor diesem Hintergrund wurde die AfD zur größten Oppositionspartei im Bundestag und Neonazis entfalteten neue Aktivitäten.
Autor*innen: Bernd Langer
Drei Essays über Anarchismus und eine Gesellschaftstheorie der Möglichkeiten, mit denen David Graeber in seiner unverkennbaren Art die Welt auf den Kopf stellt, um sie besser begreifen zu können. Lesestoff für alle, die an der Widerständigkeit des Sozialen, an Gesellschaftstheorie und Utopie interessiert sind, für alle Konsumkritiker*innen, die sich gerne irritieren lassen und alle Graeber-Fans, die wissen wollen, was ihn eigentlich zum Anarchismus gebracht hat.
Autor*innen: David Graeber
Fundamentale Kritik an Arbeit ist seit jeher zentraler Bestandteil linksradikaler Theorie. Der Band rekonstruiert zentrale Kritikpunkte und führt in die paradoxe Bedeutung von Erwerbsarbeit im (heutigen) Kapitalismus ein. Anhand ausgewählter Beispiele sowie eigener empirischer Forschung werden individuelle Strategien aufgezeigt, die sich gegen eine Vereinnahmung des Lebens durch die Arbeit wehren. Dabei werden sowohl Möglichkeiten als auch Grenzen individueller Praxis innerhalb des Bestehenden aufgezeigt.
Autor*innen: Lydia Engel
Das Buch beleuchtet die vielschichtigen Dimensionen von Polizeigewalt, stellt zentrale Definitionsfragen und versteht sich als strukturierte und verständliche Einführung ins Thema. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Analyse rassistischer und rechter Vorfälle und Skandale innerhalb der deutschen Polizei, die regelmäßig die öffentliche Debatte entfachen. Dabei wird Gewalt durch Polizeibeamt*innen nicht allein als individuelles Fehlverhalten dargestellt, sondern als strukturelles Problem innerhalb der staatlichen Institution verstanden.
Autor*innen: Thomas Billstein
Linke Politik bewegt sich zwischen Anarchismus und Kommunismus, Reform und Revolution, Kollektiv und Individualismus, Antinationalismus und internationaler Solidarität. Kein Wunder, dass sie von Widersprüchen geprägt ist – und manche Slogans und Begriffe in linken Diskussionsräumen sofort dazu führen, dass die Emotionen hochkochen.
Wer sich links verortet, landet schnell in Debatten, die ebenso alt wie aktuell sind – und in denen oft mehr um das Richtige gestritten wird als um Verständigung. Dieses Buch bietet eine verständliche Einführung in zentrale Konfliktlinien linker Theorie und Praxis.
Autor*innen: Karl Meyerbeer
Dieses Handbuch bietet als bislang umfassendstes deutschsprachiges Werk eine fundierte Einführung in Theorien, sprachliche Werkzeuge und Handlungsansätze für die praktische Arbeit mit Transformativer Gerechtigkeit. Zahlreiche Autor*innen beleuchten die Entstehungsgeschichte des Konzepts und teilen eindrückliche Praxisberichte aus selbstorganisierten Umgängen mit verschiedenen Gewaltformen: von Unterstützungsstrukturen für Betroffene über die Begleitung gewaltausübender Personen bis zu Präventionsarbeit. Ihre vielfältigen Beiträge erzählen von gelungenen Experimenten, Herausforderungen und Lernprozessen und verbinden dabei persönliche Erfahrungen mit politischen Analysen und internationalen Perspektiven.
Autor*innen: Herausgeber*innenkollektiv UmGäng
Bookchins soziale Ökologie nimmt eine Kritik sowohl an Anarchismus als auch Marxismus in sich auf und entwirft eine Philosophie für eine Bewegung, die eine wahrhaft ökologische Gesellschaft erkämpft: in Symbiose mit der Natur, demokratisch, kooperativ und komplex.
In Form einer ›intellektuellen Biografie‹ zeichnet Vincent Gerber nach, wie sich Bookchins Denken im Lauf eines knappen Jahrhunderts entwickelt hat, und gibt einen systematischen Überblick über die Ideen der sozialen Ökologie: von Post-Knappheit, befreienden Technologien, dialektischem Naturalismus und authentischen Städten ›im menschlichen Maßstab‹ bis hin zu direkter Demokratie und der Vision einer Konföderation autonomer Kommunen.
Autor*innen: Vincent Gerber