Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
Scharfsinnig zeigt Volker Weiß die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Er porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden. Eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Aufschwung nicht überraschend war.
Autor*innen: Volker Weiß
Reporter Leon hat eine Mission: Er will die wahre Identität des sagenumwobenen Schriftstellers B. Traven aufdecken. Eine Spurensuche beginnt, die ihn von Los Angeles an ein Filmset im Nirgendwo Mexikos, nach Wien und schließlich wieder Mexiko führt....
Autor*innen: Torsten Seifert
Eine soziale Umwälzung passiert nicht einfach so. Sie ist das Ergebnis der Arbeit engagierter AktivistInnen, die für eine Welt der Gerechtigkeit und des Friedens kämpfen. Aktionen für soziale Gerechtigkeit gut vorzubereiten, ist der Schlüssel zum Erfolg. Dieses Handbuch führt Erfahrungen von gewaltfreien Kampagnen in verschiedenen sozialen Zusammenhängen und unterschiedlichen Ländern der Welt zusammen.
Autor*innen: War Resisters' International (Hg.)
Diese Einführung liefert einen historischen Überblick über die sozialistische Arbeiterbewegung vor dem Ersten Weltkrieg. Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland und Österreich, aber Fragen zu Internationalismus, Kolonialismus und Migration nehmen breiten Raum ein. Denn Klassenkampf und «soziale Frage» waren Schlüsselbegriffe der Arbeiterbewegung, aber nie ihre einzigen Themen. Sozialistinnen und Sozialisten beschäftigten sich schon im 19. Jahrhundert mit Demokratie, Friedenspolitik und Geschlechterverhältnissen. Sie kämpften gegen rassistische Diskriminierung und Antisemitismus, setzten sich gegen die Kriminalisierung von Homosexualität ein. Diese Breite zeitgenössischer Diskussionen soll in der vorliegenden Einführung erschlossen werden.
Autor*innen: Ralf Hoffrogge
Diese autobiographische Erzählung aus Wera Figners abwechslungsreichem Leben schildert die Vorbereitungen des tödlichen Attentates auf Zar Alexander II., welches 1883 in St. Petersburg erfolgreich durchgeführt wurde. Neben programmatischen Erklärungen und der Geschichte ihrer Partei, der Narodnaja Wolja, webt Figner ein dichtes Porträt Russlands im 19. Jahrhundert, während der heroischen Vorstufe jener Revolutionsbewegung, die sich 2017 zum hundertsten Male jährt.
Autor*innen: Wera Figner
Intersektionalität ist eine der aktuell meistdiskutierten Analyseperspektiven in den kritischen Sozial- und Kulturwissenschaften. Sie erfasst, ausgehend von der englischen Metapher der intersection, das Zusammenwirken von Machtstrukturen wie Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Kapitalismus und zeigt auf, wie Individuen und Gruppen im Rahmen solcher Herrschaftsgefüge unterschiedlich diskriminiert und privilegiert werden. Der Band von Katrin Meyer bietet eine Einführung in die frühen Ansätze des intersektionalen Denkens, zeigt ihre institutionellen und disziplinären Entwicklungen und präsentiert einen Überblick über die zentralen Anliegen, Gegenstände und Methoden von Intersektionalitätstheorien heute.
Autor*innen: Katrin Meyer
Eine junge Frau in den Jahren des spanischen Bürgerkrieges und ihre einsame, hartnäckige Suche nach Gerechtigkeit und Freiheit, die sich um die Kommune am Monte Verità in der Schweiz dreht, wo sich Bakunin, Otto Groß und Hermann Hesse die Hand reichten. Ein weibliches Porträt, das durch den brillanten Einsatz von Farbe, von Balladen und Liedern begleitet wird. Eine Graphic Novel, die bewegt und zum Herzen spricht, geschrieben für diejenigen, die „nicht glauben wollen, dass alles vergeblich ist“ (Vogue Italia).
Autor*innen: Lorena Canottiere
Internet-Monopole sind allgegenwärtig, deren Ziel nicht mehr die fabrikmäßige Herstellung von Waren und deren Verkauf ist, sondern die Organisation des Zugangs zu Wissen und Information selbst. Ob es darum geht, die ganze Erde zu kartieren oder alle Freundschaften der Welt zu organisieren – im digitalen Kapitalismus werden Algorithmen zur wichtigsten Maschine, Daten zum essenziellen Rohstoff und Informationen zur Ware Nummer eins. Kritik, die auf Datensammelwut oder Zersplitterung von Arbeitsverhältnissen fokussiert ist, greift zu kurz. Oft wird der digitale Kapitalismus vom Standpunkt des Vor-Digitalen aus kritisiert und entweder verleugnet oder verharmlost: der Informations-Kapitalismus scheitere an sich selbst. Der Kapitalismus ist aber nicht in der Krise, er wird auch nicht zum Post-Kapitalismus, im Gegenteil: er macht das Kyoto-Protokoll zu seiner Agenda und tritt an, eine postfossile kapitalistische Ära zu begründen.
Autor*innen: Timo Daum
Seit der Vereinigung gab es in den neuen Bundesländern - relativ zur Zahl der Bevölkerung - 2- bis 3-mal mehr rechte Propaganda- und Gewalttaten als im Westen. Ein Phänomen, das nicht zuletzt auf eklatante Defizite des DDR-Systems zurückgeht. Die SED hatte einen Antifaschismus etabliert, der gegenüber dem sich immer bedrohlicher ausweitenden antisemitischen und neonazistischen Phänomen die Augen verschloss und den latenten und manifesten Antisemitismus durch die Ideologie des Antizionismus vertuschte. Hinzu kommt, dass Entnazifizierung in der SBZ/DDR - ähnlich wie in Westdeutschland - oberflächlich war und zu schnell abgebrochen wurde.
Autor*innen: Harry Waibel
Awareness meint nicht nur Achtsamkeit im Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt und sexistischer Diskriminierung, sondern auch ein Bewusstsein für die herrschenden gesellschaftlichen Machtverhältnisse, in denen Sexismus und sexualisierte Gewalt keine individuellen Einzelfälle sind. In diesem Sinne ist Awareness eine Haltung und ein Handeln, das Verantwortung übernimmt und darauf reagiert, dass Übergriffe auch in unseren alltäglichen Umfeldern stattfinden.
Autor*innen: Ann Wiesental
DISRUPT! beschreibt die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt – weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Das redaktionskollektiv çapulcu dechiffriert diese – oft unhinterfragte – Entwicklung als Angriff auf unsere Autonomie und analysiert seine endsolidarisierende Wirkung. Denn Technologie ist nie neutral, sondern immanent politisch.
Autor*innen: Capulcu Redaktionskollektiv
Im Mittelpunkt der Essays von Hendrik Wallat steht die historische Erfahrung der missglückten Russischen Revolution und ihre geistige Verarbeitung. Es geht um klassische Themen wie die Organisationsfrage, die Probleme revolutionärer Transformation oder die theoretischen Grundlagen eines kritischen Materialismus. »Das in den Essays fokussierte Scheitern der Befreiung«, schreibt der Autor, »dient indes nicht ihrer Verabschiedung, sondern geschieht aus Treue zu ihrer Idee, deren Lebendigkeit sich allein aus ihrer gesteigerten Reflexivität generiert.«
Autor*innen: Hendrik Wallat