Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
In seinem erstmalig 1975 erschienen und jetzt um zwei Beiträge erweiterten Buch fordert Ivan Illich eine Begrenzung des Wachstums nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern vor allem mit dem Ziel, den Menschen wieder zu einem autonomen Wesen werden zu lassen. Illich formulierte hier nicht nur erste Elemente einer allgemeinen Theorie der Industrialisierung, sondern legte zudem eine radikale Kritik der Institutionen und der Expertenzünfte vor.
Autor*innen: Ivan Illich
Für Ivan Illich ist die Schule das wirksamste Instrument zur Vorbereitung der Kinder auf ein entfremdetes Leben unter Leistungs- und Konsumdruck. Nicht zuletzt deshalb zählt er die uns geläufige Institution "Schule" zu den primären Ursachen für die Ausbreitung sozialer Ungleichheiten. Doch beläßt es Illich nicht bei dieser provokanten Feststellung, die, 1972 erstmalig in Deutschland veröffentlicht, eine Welle der Empörung und dauerhafte Diskussion auslöste. Ziel eines guten Bildungswesens müsse vielmehr sein, allen, die lernen wollen, zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens Zugang zu vorhandenen Möglichkeiten zu gewähren...
Autor*innen: Ivan Illich
Mit der gegenwärtigen Neuordnung des Nahen Ostens erleben wir die Konstitution von neuen Einheiten, die bekanntesten davon sind der Islamische Staat (IS) und Rojava (Westkurdistan). Letztere sei als Musterbeispiel der Demokratie und des Feminismus ein Schutzwall gegen die Barbarei ersterer. Denn der Islamische Staat ist ein Monster, die Bilder beweisen es. Alles beweist es. Die Erklärung genügt jedoch nicht, um zu verstehen, wieso und wie 8 bis 10 Millionen Leute seit einiger Zeit in einem Territorium leben, das mit dem Rest des Planeten im Krieg steht. Die Tage des Kalifats sind wahrscheinlich gezählt, doch die Frage bleibt: Wieso funktioniert es?
Autor*innen: Tristan Leoni
Lange Märsche, Parteigründungen, auf den Boden des Grundgesetzes fest gedübelt und geschraubte Protestbewegungen, Wutbürger – immer wieder als witzige Tigerchen kreativ gestartete und als Bettvorleger gelandete, naja, Bettvorleger halt. Ein ausgeleierter Ringelpietz von untertänigsten Reformanliegen, ein an furchtbar phantasievollen Nachmittagen auf dem Bauch kriechendes mit-regieren-wollen mit einem Kiefer voller Milchzähne. Erkenntnisgewinn: Null. Oder vielleicht noch die Auffrischung der nun wirklich steinalten Erkenntnis, dass Kapitalismus und all’ der daraus entstehende Terror sich so allerhöchstens kosmetisch behandeln lässt. Also das alte Beil geschultert und humorlos ran an die Wurzel.
Autor*innen: Ale Dumbsky
Jura Soyfers Werk ist ein Dokument der 1930er Jahre und dennoch heute immer noch aktuell. Seine Gedichte, Feuilletons, Theaterstücke und Kabarettnummern handeln von der Selbstbestimmung des Menschen im Zeitalter einer rasanten technischen Entwicklung, aber auch von der Utopie einer gerechten Gesellschaft. Sie sind unterhaltend, spannend und aktuell. Das Buch bietet einen Querschnitt durch die Romane, Theaterstücke und lyrischen Arbeiten Soyfers.
Autor*innen: Erna Wipplinger; Margit Niederhuber; Christoph Kepplinger (Hg.)
Was passiert, wenn Theorie auf popkulturellen Alltag trifft? Wenn linke Aktivist_innen sich mit Feminismus und Queer Theory auseinandersetzen? Wie können feministische Konzepte in der Praxis genutzt werden – beim Veranstalten von Konzerten, dem Dreh emanzipatorischer Filme, der Organisation von Partys oder im Alltag?
»Play Gender« stellt aktivistische, (queer-)feministische Ansätze und Interventionen im popkulturellen und im politischen Feld vor, ganz bewusst auch solche von Männern. Das Buch versammelt Beiträge zum Älterwerden im Pop, zu Critical Whiteness, Sexismus in der radikalen Linken und Gender in der Clubkultur.
Autor*innen: Fiona Sara Schmidt; Torsten Nagel; Jonas Engelmann (Hg.)
Die Französische Revolution fand nicht statt. Nicht für die Frauen. Sulamith Sparres Monographie zeichnet detailliert die Entwicklung der Französischen Revolution und den Kampf der Frauen darin nach und die geistesgeschichtliche Voraussetzung: die Aufklärung. Als deren prominenteste Vertreter zwar in den Schul- und Geschichtsbüchern Männer genannt werden (wie im Fall der Französischen Revolution auch), deren Anfänge indes ein knappes Jahrhundert vor der männlichen Aufklärung von Frauen geleistet wurden: ein vernachlässigtes Kapitel in der Geschichte der Philosophie.
Autor*innen: Sulamith Sparre
Was sind Commons und was haben sie mit Armutsbekämpfung zu tun? Aufbauend auf den Arbeiten der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom untersucht das vorliegende Buch die Bedeutung der gemeinschaftlichen Organisation von Gemein- und Allmendegütern für gerechtere Gesellschaften, bessere Verteilung und mehr Teilhabe.
Autor*innen: Armutskonferenz (Hg.)
Collection of essays on different fields of Colin Ward's writings: Peter Marshall on his anarchist writing; Pietro Di Paola on his contriution to Freedom Press; David Goodway on the New Left; Brian Morris on Ward and Kropotkin; Carissa Honeywell on Social Policy; Robert Graham on anarchism and organisation; Stuart White on social anarchism and lifestyle anarchism.
Autor*innen: Carl Levy
A study of one man and a collective biography of the working class into which he was born. The story of José Peirats shows the human foundations of Spanish anarchism, the ties of friendship and community that cemented the largest anti-authoritarian movement in the world.
Autor*innen: Chris Ealham
It was 1969, and temperatures were rising across the factories of the north as workers demanded better pay and conditions. Soon, discontent would erupt in what became known as Italy’s “Hot Autumn.” A young worker from the impoverished south arrives at Fiat’s Mirafiori factory in Turin, where his darker complexion begins to fade from the fourteen-hour workdays in sweltering industrial heat. He is frequently late for work, and sells his blood when money runs low. He fakes a crushed finger to win sick leave. His bosses try to withhold his wages. Our cynical, dry-witted narrator will not bend to their will. “I want everything, everything that’s owed to me,” he tells them. “Nothing more and nothing less, because you don’t mess with me.”
Autor*innen: Nanni Balestrini
Consuelo wächst während des Spanischen Bürgerkriegs unter ärmlichen Bedingungen in den Bergen Nordspaniens auf. Schon als junges Mädchen muss sie in der Kohlengrube arbeiten und lernt in den Minen Rogelio kennen, der Schreckliches erlebt hat: Im Bürgerkrieg stand er auf der Seite der Republikaner, wurde von Francos Schergen gejagt, inhaftiert und gefoltert. Gemeinsam geben sie ihrem Leben eine neue Richtung und ihre Tochter Elvira wird geboren. Doch als Rogelio von seinem Bruder verraten wird, müssen sie aus Furcht vor Rache aus Spanien fliehen. Sie finden eine neue Heimat in Argentinien und ziehen nun dort ihre beiden Kinder groß. Das scheinbare Idyll wird jedoch gestört, als Elvira etwas Furchtbares zustößt, das von der Familie totgeschwiegen wird, und die Tochter nun ihre Eltern verlässt.
Autor*innen: Andrea Stefanoni