Bücher zum Anarchismus, Postanarchismus und libertären Gesellschaftsentwürfen
Angriffe und Attentate auf Präsidenten, Könige und Kapitalisten oder Treffpunkte der Bourgeoisie: Ende des 19. Jahrhunderts – nach der brutalen Niederschlagung der Pariser Kommune – erlebte die Propaganda der Tat ausgehend von Frankreich und der französischsprachigen Schweizer Jura-Föderation (Paul Brousse) in der westlichen Welt ihren Höhepunkt und prägte nachhaltig das Bild vom bombenlegenden Anarchisten. Auf der Grundlage vieler Erstübersetzungen, bislang unbekannter Quellen und klassischer Interventionen dokumentiert der vorliegende Band die kontroversen Standpunkte und Debatten innerhalb der seinerzeitigen anarchistischen Bewegung.
Autor*innen: Philippe Kellermann (Hg.)
Inhaltsverzeichnis
Autor*innen: M. Aisa
Marxistische und anarchistische Strömungen gehörten in allen wichtigen revolutionären Bewegungen des 20. Jahrhunderts (z. B. 1918 in Russland, 1936 in Spanien oder auch im Mai 68 in Frankreich) zu den dynamischsten Motoren der Bewegungen fu¨r die soziale Revolution; zeitweise im Bu¨ndnis miteinander, aber in der Folge der revolutionären Prozesse und Umwälzungen auch in unerbittlicher Gegnerschaft. Mit diesem Buch versuchen die beiden Autoren, die seit Jahren bekannte gesellschaftliche Akteure innerhalb der marxistischen Strömung und der sozialen Bewegungen in Frankreich sind, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser beiden Strömungen herauszuarbeiten.
Autor*innen: Oliver Besancenot; Michael Löwy
Im Getümmel der Straßenkämpfe, in den Gesten, die sich von einem Land zum anderen wiederholten, in den Worten, die in vielen Sprachen widerhallten, haben wir uns wiedererkannt. Wir haben verstanden, dass wir Teil eines transnationalen Kampfes sind. Dass wir es mit international organisierten Mächten zu tun haben. Und dass wir nichts ausrichten können, wenn wir voneinander isoliert bleiben. Aus dieser Erfahrung heraus sind all jene verbunden, die unabhängig von ihrem Alter, ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Religion oder ihrer Sprache tief in ihrem Herzen und ihrem Körper das Entstehen eines neuen revolutionären Zyklus erkannt haben.
Autor*innen: Les Peuples Veulent
Rirette Maîtrejean (1887-1968), Anarchafeministin und Individualanarchistin im französischen Milieu libre vor dem Ersten Weltkrieg, wandte sich in ihren Souvenirs d'anarchie (1913) entschieden gegen anarchistische Attentate und Raubüberfälle, von denen besonders die "Affäre Bonnot" bis heute erinnert wird. Die daraus entstandenen konfliktgeladenen Diskussionen führten zur Schwächung der anarchistischen Massenbewegung beim Kriegseintritt Frankreichs 1914. Die staatliche Repressionswelle traf nicht nur das vielfach von Anarchafeministinnen geprägte lebensreformerische und individualanarchistische Milieu, sondern zwang auch alle anderen anarchistischen Strömungen (u.a. Syndikalismus, kommunistischer Anarchismus) dazu, Stellung zu beziehen.
Autor*innen: Lou Marin
Autor*innen: Paul Pop
Autor*innen: Karsten Krampitz; Klaus Lederer
Autor*innen: Lucien van der Walt; Michael Schmidt
Autor*innen: Emily McGuire
Autor*innen: Pierre Ramus Gesellschaft (Hg.)
Autor*innen: Rudolf de Jong