Texte zur Geschichte der anarchistischen Pädagogik
Der Band bietet anhand von Originaltexten eine Einführung in die anarchistische Pädagogik. Nahezu alle Klassiker der libertären Bewegung haben sich mit Fragen der Bildung und Erziehung auseinandergesetzt und gelten als Wegbereiter reformpädagogischer Theorie und Praxis. Der Band vereint u.a. wegweisende Texte zur Pädagogik von William Godwin, Max Stirner, Michael Bakunin, Peter Kropotkin, Leo Tolstoi, Francisco Ferrer, Gustav Landauer, Leonhard Abbott, Bertrand Russel, Otto Rühle, Walther Borgius, Herbert Read und spannt einen Bogen in die Gegenwart zu Paul Goodman, George Dennison, Colin Ward, John Holt und Bertrand Stern.
Eine ausführliche Einleitung und biografische Anmerkungen von Ulrich Klemm kommentieren die Texte und Autoren.
Buch, 275 Seiten
Für Ivan Illich ist die Schule das wirksamste Instrument zur Vorbereitung der Kinder auf ein entfremdetes Leben unter Leistungs- und Konsumdruck. Nicht zuletzt deshalb zählt er die uns geläufige Institution "Schule" zu den primären Ursachen für die Ausbreitung sozialer Ungleichheiten. Doch beläßt es Illich nicht bei dieser provokanten Feststellung, die, 1972 erstmalig in Deutschland veröffentlicht, eine Welle der Empörung und dauerhafte Diskussion auslöste. Ziel eines guten Bildungswesens müsse vielmehr sein, allen, die lernen wollen, zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens Zugang zu vorhandenen Möglichkeiten zu gewähren...
Auch heute, mehr als 80 Jahre nach der Ermordung von Erich Mühsam, ist “ Doch ob sie mich erschlügen, sich fügen heißt Lügen“, ein beeindruckendes Zeugnis von Lebensmut und Widerstandskraft. Maren Rahmann und Dieter Braeg erstellten mit wenig eigenen Kommentaren aus dem Leben und Werk Erich Mühsams eine Revue zusammen, in deren Anhang auch der Lebenslauf von Kreszenzia Mühsam und Erich Mühsam dokumentiert sind. Der 50 Seiten starken Broschüre ist eine Musik CD beigelegt auf der 15 Gedichte/ Texte von Erich Mühsam vertont wurden, darunter „Ich bin ein Pilger“, „Ich möchte Gott sein“,“ Lumpenlied“, „Kalender 1913“, „Das Trinkerlied“, „Der Revoluzzer“, „Kriegslied“, „Dies ist der Erde Nacht“, „Testament“.
Der Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa ist auch eine Niederlage der politischen Bildung. Für die Pädagogik ist er zugleich eine neue Herausforderung: Antidemokratische und diskriminierende Positionen werden zunehmend wieder offen vertreten. Bei der Entwicklung von Gegenstrategien kommt der Pädagogik eine wichtige Rolle zu. Ihr stellen sich Fragen nach den richtigen Strategien, sowohl zur Vorbeugung als auch im Einsatz gegen rechte Anschauungen und Handlungen: Wie umgehen mit autoritären Einstellungen, dem Verbleiben in Pauschalisierungen und dem Denken in Stereotypen?