Bücher gegen sexuelle Gewalt
Autor*innen: Judith Levine; Erica R. Meiners
Mithu Sanyal zeichnet nach, wie wir als Gesellschaft über Vergewaltigung reden und wie sich das wiederum auf die Realität von Vergewaltigung auswirkt. Beim Sprechen über sexuelle und sexualisierte Gewalt halten sich hartnäckig die Vorstellungen von aktiver, aggressiver Männlichkeit und passiver, bedrohter Weiblichkeit. In diesem Zusammenhang betrachtet Sanyal auch die Rolle, die Rassismus spielt, was sexuelle Selbstbestimmung und Konsens wirklich bedeuten, und wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde.
Autor*innen: Mithu Sanyal
Mona Eltahawy ist durch islamische Länder von Nordafrika bis in den nahen Osten gereist und hat die Lebensgeschichten von Frauen unterschiedlichster Herkunft aufgeschrieben, um das »giftige Gebräu aus Religion und Kultur« unschädlich zu machen, das die ganze islamische Welt durchtränkt. Ihr Buch macht erschreckend deutlich, dass die Unterdrückung der Frauen immer brutaler wird. Mit Nachdruck fordert Mona Eltahawy den »Westen« auf, nicht länger zuzusehen, wie Menschen im Namen Allahs misshandelt, ausgebeutet, rechtlos gehalten werden – nur weil sie Frauen sind.
Autor*innen: Mona Eltahawy
Autor*innen: Melanie Brazzell (Hg.)
Autor*innen: Respons
„Wege zum Nein“ betrachtet die Reform des Sexualstrafrechts 2016 im gesellschaftlichen Kontext sexueller Gewalt, sexueller Selbstbestimmung und Emanzipation. Antirassistische queer-feministische Perspektiven beziehen klare Positionen, machen sich angreifbar und treten in Austausch miteinander. Sexualstrafrecht, #NeinHeisstNein, rassistische Instrumentalisierung, Rassismus in Deutschland, Vergewaltigungskultur, persönliche Erfahrungen, feministische Geschichte_n und Konsens werden nicht als Einzelthemen, sondern in ihrer Abhängigkeit voneinander diskutiert. Dabei ist die zentrale Frage, wie Räume sozialer Interaktion geschaffen werden können, in denen Nein nicht nur möglich ist, sondern wertgeschätzt wird. Die Publikation gibt einerseits unterschiedlichen Analysen Raum, die den gesellschaftlichen Status Quo thematisieren und attackieren. Andererseits entwirft und formuliert sie Argumente und Visionen, diesen Status Quo zu verändern, sich Handlungsmacht anzueignen und diese zu erweitern.
Autor*innen: Sina Holst; Johanna Montanari (Hg.)
In der vorliegenden Einführung wird das Phänomen weiblicher Genitalbeschneidung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Im Mittelpunkt stehen die mit der Praxis verbundenen Sicht- und Umgangsweisen betroffener somalischer Frauen und Männer, die im Laufe ihres Lebens nach Deutschland, England, Italien und die Schweiz eingewandert sind. Unter anderem wird herausgearbeitet, welche Ansätze sich in der Arbeit gegen weibliche Genitalbeschneidung in den genannten Ländern besonders bewährt haben.
Autor*innen: Isabelle Ihring
Autor*innen: Martina Livera