Meine umfangreiche Auswahl von Büchern und Broschüren zu den verschiedensten Themenbereichen - Gesamtübersicht.
Was haben Poesie, Barrikaden und Knetmasse gemeinsam? Dieses Buch! „Eine Liebeserklärung an Anarchisten“ ist ein außergewöhnlicher Streifzug durch die faszinierende Welt der Rebellion, Freiheit und Solidarität. Mit liebevoll gestalteten Knetmassen-Illustrationen und tiefgründigen Texten feiert es die Menschen, die den Mut haben, anders zu denken und zu handeln.
Autor*innen: Oliver Lehmann
Was wäre, wenn du die Welt selbst gestalten könntest – ohne Hierarchien, ohne Zwang, ohne Staat? Dieses Buch zeigt dir, wie es geht. In 30 prägnanten Lektionen erfährst du, was Anarchismus wirklich bedeutet und wie seine Prinzipien in der Praxis funktionieren. Von Dezentralisierung und Konsensbildung bis hin zu DIY-Kultur und solidarischer Ökonomie – jede Lektion ist ein Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und kollektiver Verantwortung.
Autor*innen: Anton Hoffmann
Vor 50 Jahren wurde es besetzt, dann von der Gemeinde Wien renoviert und subventioniert übergeben – das Amerlinghaus. Unzählige Initiativen sind daraus hervorgegangen. Als das erste in Wien durch Besetzung erkämpfte Kultur- und Kommunikationszentrum in den 2010er Jahren zerschlagen werden sollte, zeigte das Amerlinghaus sein kämpferisches Gesicht – mit Demos im Bobo-Bezirk, Punk-Konzerten im Shopping-Paradies und Vernetzungen mit aktuellen Hausbesetzer:innengruppen.
Autor*innen: Infobüro Amerlinghaus (Hg.)
Die Klimakrise ist eng mit Gerechtigkeitsfragen verknüpft, das zeigt sich nicht zuletzt in den Forderungen der Klimabewegung. Mit ihrem Slogan »Climate Justice Now!« ruft sie zum raschen und ambitionierten Klimaschutz sowie zur angemessenen Verteilung der Kosten auf, die durch die Anpassung an den Klimawandel entstehen. Zudem soll die Nachhaltigkeitswende, die mit zahlreichen gesellschaftlichen Veränderungen verbunden ist, ihrerseits gerecht ausgestaltet werden. Doch wie lässt sich das normative Ideal der Klimagerechtigkeit näher bestimmen? Und was hindert Gesellschaften daran, sich dem einmal erkannten Ideal anzunähern? Anhand dieser beiden Leitfragen gibt das Buch einen Überblick über philosophische und sozialwissenschaftliche Debatten im Zusammenhang mit der Klimagerechtigkeit.
Autor*innen: Klaus Dingwerth
In fünfzehn Tagen und Nächten setzt der gebrechliche Wesir des Osmanischen Reiches seinem Neffen und Nachfolger die Strategien des Herrschens auseinander. Das ist der Rahmen für Stojan Michailowskis »Buch für das bulgarische Volk«, entstanden 1897, bis heute unübersetzt. Ilija Trojanow erzählt dieses Großgedicht in seiner eigenen Sprache nach. Und stellt seiner Erzählung einen Chor von Stimmen bedeutender Theoretiker des Herrschens zur Seite. Dazu gehören Klassiker der politischen Weltliteratur aus Persien und dem antiken Griechenland, aus China und Japan, Machiavelli und Shakespeare, ebenso wie Autoren von heute. Entstanden ist so eine Wunderkammer des Nachdenkens über das Wesen der Macht – und darüber, wie wir uns vor ihren Gefahren schützen.
Autor*innen: Ilija Trojanow
Anti-Militarismus, Exilgruppe Deutsche Anarchosyndikalisten, Exil in Schweden, Föderation freiheitlicher Sozialisten, Freidenkerorganisation, Freie Arbeiter-Union Deutschlands, Freie Liebe, Freie Vereinigung deutscher Gewerkschaften, Freie Sängerbewegung, Gefangenenbetreuung, Gilde freiheitlicher Bücherfreunde, Kampfbühnen des Syndikalismus, Miliz „Tierra y Libertad“, Mujeres Libres, Pädagogik, Pressewesen, Reichsverband für Geburtenregelung und Sexualhygiene, Schwarze Scharen, Sicherung von Nachlässen, Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands, Syndikalistische Kindergruppen, Syndikalistische Frauenbünde, Syndikalistischer Frauentag-19. August, Vereinigtes Komitee für die Verteidigung der gefangenen Revolutionäre in Sowjetrußland, Widerstand gegen §§ 218/219 StGB, Widerstand gegen die Nazis, Widerstand in der DDR. Mit Portraitzeichnungen von Johanna Teske.
Autor*innen: Helge Döhring
Der Band beschäftigt sich mit den Fragen, wer war Otto Rühle, für welchen Weg kämpfte er und welche seiner Texte sind über seine Zeit hinaus heute wieder für eine Diskussion über autokratische Gesellschaftsformen verwertbar? Dem biographischen Aufriss folgt eine Auswahl von Texten Otto Rühles, die sich zwar im Wesentlichen auf seine Aussagen zu politischen Themen konzentriert, die aber gleichzeitig von seinen pädagogischen und individualpsychologischen Kenntnissen beeinflusst wurden.
Autor*innen: Wolfgang Haug (Hrsg.)
Seit dem Münchner Abkommen im September 1938 steht Europa vor der Drohung eines neuen Weltkriegs. Simone Weil, Philosophin, Gewerkschaftlerin, Aktivistin, sieht sich unter äußerstem Druck: Was kann sie, die radikale Pazifistin, tun, wenn Hitlers Deutschland tatsächlich den Krieg beginnt? In dieser Extremsituation schreibt sie einen ihrer berühmtesten Texte, eine souveräne Darstellung des homerischen Epos, zugleich die minutiöse Analyse dessen, was die kriegerische Gewalt macht aus den Menschen und der Welt. Simone Weil weiß, »dass man die Gewalt niemals bewundern soll, die Feinde nicht hassen und die Unglücklichen nicht verachten«, und erkennt gerade daraus die menschliche Pflicht zum Widerstand. Wolfgang Matz stellt in seinem Essay sodann eine der großen Reflexionen über Krieg und Frieden zur Diskussion: Was leistet Simone Weils Machttheorie gegenüber den heutigen Konflikten? Wo sind die Grenzen ihres pessimistischen Begriffs der Gewalt? Wie aktuell ist ihre Idee einer universalen Moral? Simone Weils Kritik des Pazifismus und ihre dennoch illusionslose Analyse der Realität des Krieges ist die konzentrierte Bilanz des politischen und moralischen Zwiespalts, der im 21. Jahrhundert von Neuem aufbricht.
Autor*innen: Simone Weil
Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sieht sich Europa vor das Ende einer Friedensordnung gestellt, die nach 1945 von den sogenannten Siegermächten ausverhandelt worden war und die anhand von Grenzen, militärischer Sicherung und Wiederaufbauhilfen eine fragile Ordnung zu etablieren suchte, die wir westliche Demokratie nennen. Doch was wäre, verstünden wird Demokratie nicht mehr als Staatsform, sondern als die Fähigkeit von lokalen Gemeinschaften, sich selbst zu verwalten? Welche neuen Formen von Verantwortung, von Souveränität und Selbstbestimmung würden aus einem ernst gemeinten Föderalismus erwachsen? Und welches politische Verständnis von Gesellschaft brauchen wir im 21. Jahrhundert für den Frieden, das fragilste und höchste Gut, das wir haben?
Autor*innen: Thomas Wagner
Obwohl Alice Ceresas stets selbstbewusst behauptete, die Situation der Frau sei das einzige Thema, das sie interessiere, findet sich die feministische Frage nirgends so explizit wie im Kleinen Wörterbuch, das trotz jahrelanger Arbeit daran erst posthum erschien. Bei aller politischen Kritik ist Ceresa dabei aber nie ideologisch oder dogmatisch. Vielmehr seziert sie die patriarchalen Strukturen der Gegenwart durch sprachlichen Witz und boykottiert gesellschaftliche Normen spielerisch, indem sie die zugrunde liegende Willkür dieser wie jeder etablierten Herrschaft und Sprache aufzeigt. In Anspielung an Formwillen und Wortschatz scheinbar universeller und universalistischer Enzyklopädien will Ceresas eigenes Wörterbuch deren totalitären Anspruch ironisch zerlegen und zerstören. Statt bloß einen weiblichen »Idiolekt« zu erfinden, der die ungerechte Verteilung von Macht und Anerkennung unter scheinbarer Gleichheit versteckt, beharrt sie vielmehr auf der Ungleichheit und Differenz des Weiblichen.
Autor*innen: Alice Ceresa
»Frech und frei« erzählt vom Widerstand einer sich entwickelnden Selbstbestimmt-Leben-Bewegung seit der Mitte der 1970er-Jahre. Es berichtet von der permanenten Auseinandersetzung mit gängigen Normen, Werten und Körperidealen, die noch oft die Prägungen der nationalsozialistischen Vergangenheit aufwiesen. Es erinnert an Demonstrationen gegen behindertenfeindliche Gerichtsurteile und an Bühnen- und Rathausbesetzungen. Es dokumentiert Proteste für die barrierefreie Nutzung von Bus und Bahn und zeichnet die Gegenwehr gegen neue »Euthanasie«-Forderungen und die Selektion durch humangenetische Techniken nach. Es skizziert den steinigen Weg, bis die Behindertenrechte Eingang in das Grundgesetz fanden, und warnt vor einem drohenden Rollback durch das Erstarken rechtsradikaler Denkweisen.
Autor*innen: Udo Sierck
Oliver Resslers Filmprojekte, Installationen, Fotografien und Zeichnungen beleuchten die Mechanismen und Potenziale von weltweiten Protestaktionen. Das interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt Barricading the Ice Sheets (2019–2023) zeichnet Mobilisierungen, Aktivitäten, Versammlungen und Arbeitstreffen von Klimaaktivist*innen nach und stellt unterschiedliche Ansätze und Zugänge einer künstlerisch-aktivistischen Praxis vor. In seinen Werken bezieht Ressler Stellung zu der Problematik der steigenden Kohlenstoffemissionen und begleitet Aktionen zivilen Ungehorsams, die auf die Untrennbarkeit von Umweltfragen und soziopolitischen wie ökonomischen Rahmenbedingungen hinweisen. Die dazugehörige Reihe von Einzelausstellungen, ebenfalls unter dem Titel Barricading the Ice Sheets, versammelt Arbeiten, die im Rahmen des Projekts entstanden sind.
Autor*innen: n.b.k.