Bücher zum Anarchismus und Anarchosyndikalismus
Emma Goldman war eine der bekanntesten Anarchistinnen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sie war aber weit mehr als das und vereinte in sich ganz unterschiedliche Identitäten, die sich ergänzten, aber bisweilen auch widersprachen. Sie war eben nicht nur Anarchistin, sondern gleichfalls Jüdin, Feministin, Publizistin, Antifaschistin, Revolutionärin sowie eine erbitterte Gegnerin des Kapitalismus und jedweder Form der mit diesem einhergehenden Unterdrückung.
Autor*innen: Frank Jacob
Mit den wachsenden ökonomischen Problemen ist das Thema "Enteignung" wieder mehr ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten gerückt. Nachdem etwa durch die Konzentrationserscheinungen auf den Mietmärkten das Wohnen in städtischen Räumen für viele immer unerschwinglicher wird, gewinnen Lösungsansätze dieser Art beständig an Gewicht. Der hier vorgestellte Text von Peter Kropotkin beinhaltet einige grundsätzliche Überlegungen, die auch heute noch diskussionswürdig sind. "L`Expropriation" erschien zuerst als Artikelserie zwischen Ende November und Dezember 1882 in der französischen Zeitschrift "Le Revolte". Eine überarbeitete und erweiterte Fassung des Textes veröffentlichte Kropotkin 1886 als Nr. 7 der "Freedom Pamphlets" (London). Diese Ausgabe bildet unter Heranziehung des französischen Originals die Grundlage der vorliegenden Übersetzung.
Autor*innen: Peter Kropotkin
Die Spanische Revolution war Emma Goldmans letzter großer Kampf für die Ideale des Anarchismus. Sie reiste zwischen Juli 1936 und April 1939 dreimal für jeweils mehrere Monate in das revolutionäre Spanien, besuchte im ganzen Land selbstverwaltete Fabriken und Agrarkollektive, anarchistische Gewerkschaften und Vereine, hielt Reden und Vorträge, machte Radiosendungen und koordinierte Geldsammlungen. Offiziell von der CNT/FAI eingeladen, verbrachte sie die ersten Monate der Revolution in Barcelona, wo sie das CNT/FAI-Bulletin mit herausgab. In London arbeitete sie 1937 als offizielle Repräsentatin der CNT/FAI und schrieb sie regelmäßig Artikel für das 14-tägige Magazin Spain and the World und für das New Yorker Blatt Spanish Revolution. Als kurz vor ihrem 70. Geburtstag Franco den Sieg der Faschisten erklärte, ging sie nach Kanada, wo sie ein Jahr später – während einer Vortragstour zur Unterstützung republikanischer Spanienflüchtlinge und von Deportation bedrohter italienischer Genoss_innen – an einem Herzinfarkt verstarb.
Autor*innen: David Poerter
Die Geschichte der I.W.W. ist durchgehend von Repression durch den amerikanischen Staat bzw. Angriffen aus der Gesellschaft und auch Labormovement gekennzeichnet, demgegenüber jedoch auch von einer Fähigkeit, Widerstand zu organisieren in einem Maße, welches die amerikanische Gesellschaft, die Unternehmer bzw. den Staat erschüttern konnte und zudem auch international Anklang fand. Die Wobblies, wie die Industrial Workers of the World seit 1908 genannt worden sind, existieren heute immer noch. Ihre Hochphase aber war ganz eindeutig nach der Gründung 1905 bis zum Kriegseintritt der USA in den ersten Weltkrieg. In dieser Zeit wurden die Angriffe gegen die Wobblies, welche eine eindeutige Antikriegsposition vertraten, immer heftiger und trafen die Organisation schwer.
Autor*innen: Christian Danckworth
Mühsams wiederholte Aufenthalte in Meiningen waren Ausgangspunkt für die Fachtagung: „Erich Mühsam in Meiningen. Ein historischer Überblick zum Anarchosyndikalismus in Thüringen: Die Bakuninhütte und ihr soziokultureller Hintergrund“, die vom 11. –14. Juni 2015 in Meiningen stattfand. Der vorliegende Tagungsband dokumentiert in acht Fachreferaten diese Spurensuche nach dem soziokulturellen Kontext.
Autor*innen: Andreas Hohmann (Hg.)
Autor*innen: Mark Zak
Autor*innen: Pierre Ramus
Malatesta is the direct link between the demise of the First International in 1871 and the struggle against European fascism that started some forty years later. After the ruckus between Marx and Bakunin catalysed the separate development of revolutionary socialist organisations, he joined both the anarchist Federalist International and its Italian section. Spending long stretches of time in exile, dodging arrest and escaping jail, he lived much of his life like the great white shark, permanently on the move.
Autor*innen: Gerhard Senft (Hg.)
Autor*innen: Peter Kropotkin
Ich habe hier nur den Ausgangszustand einer neuen Gesellschaft im Auge, einen Modus, der den sozialistischen Bürgerkrieg vermeiden könnte und allen vom kapitalistischen und bürokratischen Druck befreiten Menschen ermöglichen würde, sich nach dem Grade ihrer sozialistischen Erkenntnis, ihres Freiheitsbedürfnisses und ihres Wunsches oder ihrer Fähigkeit eines sozialen Lebens überhaupt zu gruppieren. Denn nichts kann die immer vielartige Menschheit plötzlich vereinheitlichen, nicht die Diktatur, nicht die Spontaneität
Autor*innen: Max Nettlau
„Man blicke also stets aus dem Engen ins Weite, von dem Starren auf das Bewegliche, von der Einheit auf die Vielheit. Kein Exerzierplatz soll das soziale Leben sein, sondern eine bunte, blumenreiche Wiese. Nicht: dieser Idee gehört die Zukunft, sondern: die Zukunft gehört allen Ideen, die einen Wert haben! Lernen wir kritisch, skeptisch und tolerant zu sein und seien wir nie gläubig, engherzig und fanatisch.“
Autor*innen: Max Nettlau