Bücher zu den Themenbereichen Antifaschismus, Antirassismus und Antisemitismus
Autor*innen: Gerrit Hoekman
Während mittlerweile täglich über Djihadismus, Islamismus oder gar ›den Islam‹ debattiert wird, liegt der christliche Fundamentalismus in Deutschland weitgehend unterhalb des Radars der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Wissen über die Strukturen und die Agenda der christlichen Rechten ist auch deshalb so gering, weil die beiden großen Kirchen in Deutschland einen starken Binnenpluralismus aufweisen. Die heftigen internen Macht- und Deutungskämpfe – z.B. zwischen Evangelikalen, Protestantischen FundamentalistInnen oder Katholischen Traditionalisten – dürfen über ihre Wirkmächtigkeit aber nicht hinwegtäuschen.
Autor*innen: Lucius Teidelbaum
In Deutschland wird von Antidiskriminierungsstellen bis zur radikalen Linken ein liberaler Rassismusbegriff vertreten, der vor allem auf Repräsentation, Inklusion und Diversität setzt. Wie Klasse und Rasse zusammenhängen, wird aktuell so gut wie nicht diskutiert. Dabei gibt es durchaus eine kritisch-marxistische Tradition der Rassismusforschung. Der Band will diesen Fundus heben.
Autor*innen: Eleonora Roldán Mendívil und Bafta Sarbo (Hg.)
Basierend auf Text-, Bild- und Videomaterial, den Gruppen-Standpunkten, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen werden in diesem Handbuch Aktionismus und Aktivist_innen benannt und analysiert. Die politische Logik ihrer Thesen wird ebenso eingeordnet, wie die Mittel (rhetorisch, visuell, aktionistisch, medial), derer sie sich bedienen und es wird der Frage nachgegangen, auf welche Theorien und vorhandene Literatur sich die Identitären stützen. 2. aktualisierte Auflage 2016
Autor*innen: Julian Bruns; Kathrin Glösel; Natascha Strobl
Im September 1919 besetzen 2.500 Freischärler unter der Führung des Exzentrikers, Dichters und Kriegshelden Gabriele D’Annunzio eine kleine, kroatische Küstenstadt und errichten dort auf den Trümmern des Habsburgerreichs die Republik von Fiume. Hier führen sie ein bizarres Spektakel antagonistischer Elemente auf: Militärparaden, Fackelzüge und Kriegsverherrlichung, vereint mit einem nicht abreißenden Happening von freier Liebe, Drogen und FKK. Es ist die Geschichte der Marionettenrepublik von Fiume, die von September 1919 bis Dezember 1920 ein bizarres, aus der Zeit gefallenes Fest feiert.
Autor*innen: Kersten Knipp
Autor*innen: Luigi Fabbri
Die Themen Antisemitismus, der Krieg in Palästina und die Haltung der Linken zu beidem stehen in Deutschland gegenwärtig im Mittelpunkt der politischen Debatte. Das Buch beleuchtet die Hintergründe und widerspricht zugleich der insbesondere in Deutschland weit verbreiteten Identifikation von Judentum und Israel. Die Mehrheit der Juden lebte vor dem Zweiten Weltkrieg in der Diaspora, gehörte zur Arbeiter:innenklasse und war Teil eines breiteren Kampfes an der Seite ihrer nichtjüdischen Genoss:innen auf der Linken. Das Buch würdigt diese radikale jüdische Beteiligung an Befreiungsbewegungen in zahlreichen Ländern. Der Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung nahm vielfältige Formen an, von linkem Zionismus, über den Bundismus bis hin zum revolutionären Marxismus. Diese inspirierende radikale Tradition wurde schließlich durch das Grauen von Auschwitz gestoppt.
Autor*innen: Donny Gluckstein, Janey Stone
Die Revolutionäre Front wurde 2001 gegründet und 2015 aufgelöst. Keine andere Gruppe der autonomen Linken in Schweden hat je ein vergleichbares Maß an Aufmerksamkeit erreicht. Innerhalb der autonomen Linken, und der schwedischen Linken allgemein, war RF kontrovers. Einerseits wegen der Militanz, andererseits, weil RF mit einer Reihe linker Normen und Standards brach. Dieses Buch erzählt die Geschichte von RF aus der Perspektive ihrer Mitglieder.
Autor*innen: Emma Hagberg
Triest – kosmopolitischer Freihafen und Emporium des Habsburgerreiches, seit Jahrhunderten am Schnittpunkt der romanischen, slawischen und deutschen Kultursphären gelegen – wird nach dem Ersten Weltkrieg zu einem Brennpunkt des beginnenden Faschismus und der gewaltsamen Italianisierung. Die mit dem Irredentismus hervorgetretenen Bestrebungen, Italien als imperialistischen Großstaat zu etablieren und ihm die „unerlösten Gebiete“ des slowenischen Küstenlands, Istriens und Dalmatiens einzuverleiben, äußerten sich nun in organisierten politischen Aktionen und in der von der Presse betriebenen Aufwiegelung gegen die slawische Bevölkerung. Ihren Höhepunkt erreichte die Hysterisierung der Massen durch den Brand des Narodni dom, des slowenischen Vereinshauses in Triest, im Juli 1920. Die schwarze Flamme erzählt die Geschichte dieses Brandes, die von Intoleranz und nationalistisch geschürtem Hass handelt, von Freundschaft und enttäuschten Hoffnungen. Sie beleuchtet aber auch die historischen Hintergründe und die von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs verfolgten Interessen, die die Zerstörung eines jahrhundertealten und kulturell produktiven Zusammenlebens der Volksgruppen in Kauf nahmen.
Autor*innen: Zoran Smiljanic; Ivan Smiljanic
Autor*innen: Klaus Holz; Heiko Kauffmann; Jobst Paul (Hg.)
Die weiße Arbeiterklasse, rechte Gefahren und linker Widerstand. Erfahrungen aus den USA. „Es gibt sehr wenige analytische und noch weniger praktische Ansätze, die einerseits ehrlich sind, was die Rolle und das Bewusstsein der weißen Arbeiterklasse anlangt, und andererseits an dem Ziel festhalten, weiße Arbeiter*innen in revolutionäre Bewegungen zu inkludieren.“
Autor*innen: David Gilbert
Autor*innen: Wassyla Tamzali