Patriarchatskritik, Anarchafeminismus, feministische Theorien, Geschlechterrollen / Gender, queer theory
Autor*innen: Elisabeth Malleier
Autor*innen: Hannelore Bublitz
Feminismus ist heute ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft und es gibt viele Bücher, die sich an Mädchen wenden. Aber wie kann man Jungen dabei unterstützen, ihren Platz in diesen Debatten zu finden? Wie dekonstruiert man die männlichen Stereotype, die von der patriarchalischen Gesellschaft geprägt sind? Hier setzt dieser Sachcomic an.
Autor*innen: Karim Ouaffi, MikanKey
Autor*innen: Michaela Kilian
Hamburg nach dem Ersten Weltkrieg: Die Not ist groß, die alte Ordnung zusammengebrochen, groß ist die Hoffnung auf revolutionäre Veränderungen. Für den Kommunismus und die Weltrevolution agitiert enthusiastisch Ketty Guttmann (1883–1967). Aber der Arbeiterbewegung war sie zu feministisch, der bürgerlichen Frauenbewegung zu radikal. In der Arbeiterbewegung musste sie die Entstehung einer neuen Klasse von Funktionären erleben, deren Strategien zu den sozialen Bewegungen und ihrem Gerechtigkeitsgefühl in scharfem Gegensatz standen. Unter der Losung »Los von Moskau« wandte sich Ketty Guttmann 1924 von der KPD ab und schloss sich rätekommunistisch-anarchistischen Gruppen an. Für die offizielle Arbeiterbewegung und ihre Geschichtsschreibung war sie damit zur Unperson geworden; wo existiert auch nur ein Foto von ihr?
Der Band zeichnet Ketty Guttmanns wichtigste Lebensstationen nach, gibt Einblicke in ihren Kampf gegen bürgerliche Sexualmoral und für die Rechte von Prostituierten und beleuchtet ihren Weg zur scharfen Kritikerin des Parteikommunismus der Zwischenkriegszeit. Es ist der Beginn einer Spurensuche, die auch manch Irritierendes aufklären kann.
Autor*innen: Raimund Dehmlow; Thomas Iffert (Hrsg.)
Autor*innen: Barbara Peveling; Nikola Richter (Hg.)
Programmatische Texte zu Feminismus und Frauenbewegung vom 19. bis zum 20. Jahrhundert – eine Einführung in Geschichte und Theorie der Frauenbewegung für Studium und Weiterbildung. Mit Texten von Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft, Flora Tristan, Louise Otto(-Peters), Louise Dittmar, Sojourner Truth, Hedwig Dohm, Hubertine Auclert, Elisabeth Cady Stanton, Lily Braun, Clara Zetkin, Emma Goldman u.a.
Autor*innen: Ute Gerhard; Ulla Wischermann
Band II der »Klassikerinnen feministischer Theorie« stellt die zentralen feministischen Diskurse und Theorien der Wegbereiterinnen und der 'neuen' Frauenbewegungen der 1920er bis in die 1980er Jahre vor. Die Quellentexte geben einen umfassenden Überblick über die großen Frauenbewegungsthemen und über die Entwicklung feministischer Theorien in Europa und Nordamerika.
Autor*innen: Ute Gerhard; Ulla Wischermann; Susanne Rauscher
Dieses Lese- und Arbeitsbuch eignet sich hervorragend als Einstieg in die Beschäftigung mit einzelnen Personen und aktuellen Themen, für die Poststrukturalismus, Queer Theory, Postcolonial Studies und die Interdependenz von Race-Class-Gender wichtige Stichworte sind. Es schafft damit einen hilfreichen Überblick über internationale Debatten und stellt aufschlussreiche Querverbindungen her.
Autor*innen: Marianne Schmidbaur; Helma Lutz; Ulla Wischermann (Hg.)
Philosophinnen, Rebellinnen, Aktivistinnen: Dieser Comic erzählt die Geschichte des Feminismus im euro-amerikanischen Kontext von der Antike bis heute. Vorgestellt werden dabei nicht nur einzelne Feministinnen, sondern auch wichtige feministische Debatten, zum Beispiel über gleiche Rechte, Hausarbeit, freie Liebe, Gleichheit und Differenz oder Gendermainstreaming, in ihrem jeweiligen historischen Kontext.
Autor*innen: Antje Schrupp; Patu
Obwohl Alice Ceresas stets selbstbewusst behauptete, die Situation der Frau sei das einzige Thema, das sie interessiere, findet sich die feministische Frage nirgends so explizit wie im Kleinen Wörterbuch, das trotz jahrelanger Arbeit daran erst posthum erschien. Bei aller politischen Kritik ist Ceresa dabei aber nie ideologisch oder dogmatisch. Vielmehr seziert sie die patriarchalen Strukturen der Gegenwart durch sprachlichen Witz und boykottiert gesellschaftliche Normen spielerisch, indem sie die zugrunde liegende Willkür dieser wie jeder etablierten Herrschaft und Sprache aufzeigt. In Anspielung an Formwillen und Wortschatz scheinbar universeller und universalistischer Enzyklopädien will Ceresas eigenes Wörterbuch deren totalitären Anspruch ironisch zerlegen und zerstören. Statt bloß einen weiblichen »Idiolekt« zu erfinden, der die ungerechte Verteilung von Macht und Anerkennung unter scheinbarer Gleichheit versteckt, beharrt sie vielmehr auf der Ungleichheit und Differenz des Weiblichen.
Autor*innen: Alice Ceresa
Der Dildo stiftet Unbehagen/ Lust. Und tatsächlich ist der Dildo das Stück, das fehlt, um das paranoide Rätsel zu lösen, das der lesbische Sex im sexuellen heterozentristischen Modell darstellt; als ermögliche er die Antwort auf jene drängende Frage: wie ficken Lesben ohne Penis?
Wie kommt es, daß sexuelle Exklusivität („Treue“) in unserer Zivilisation als Ideal und verbindlicher Maßstab postuliert wird? Wem nützt das? Woher kommt die Romantisierung und Naturalisierung von Geschlechtsrollen, ritualisierten Zweierbeziehungen („Ehe“) und erotischen Praktiken? Und wie kommt es, daß diese Phänomene offensichtlich in erster Linie dazu benutzt werden, um gesellschaftliche Herrschaftsstrukturen zu sichern? (Schwarzmalerei)
Autor*innen: Beatriz Preciado