Kritische Psychologie und Psychotherapie / Soziale Arbeit
Autor*innen: Cora Schmechel; Esto Mader; Kim Kawalska; Alex Steinweg (Hg.)
Autor*innen: Gerald Abl
(Wie) können die Einzelnen die »Gesellschaft« verändern? Ein Orientierungsrahmen ist das vorausgesetzte Menschenbild, das den Zusammenhang von Subjekt und Gesellschaft jeweils unterschiedlich deutet. Welche Fesseln werden spürbar, wenn wir verändernd handeln wollen? In welchem Verhältnis stehen Selbst- und Weltveränderung, subjektive Handlungs(ohn)?macht und rasante Veränderung der Produktions- und Lebensweisen? Welche wissenschaftlichen Standpunkte inner- und außerhalb der Psychologie hindern uns daran, »Menschen« zu werden, wenn sie von der Unveränderbarkeit der Subjekte wie der Gesellschaft ausgehen?
Autor*innen: Josef Held, Klaus Weber (Hg.)
Das Theorem der Landnahme wird derzeit breit diskutiert. Obwohl der Bereich der Reproduktion fortwährend von solchen Enteignungsprozessen betroffen ist, werden diesbezügliche Landnahmen bisher jedoch wenig thematisiert. Tove Soiland zeigt im Anschluss an Rosa Luxemburg, dass diese an Raub grenzenden Formen der Ausbeutung gerade auch in weit entwickelten kapitalistischen Gesellschaften bestehen und in besonderer Weise den Bereich der Reproduktion betreffen. Sie verdeutlicht, dass die in den letzten Jahrzehnten erfolgten Restrukturierungen in der Reproduktion einen massiven Ressourcenabzug bedeuten. Dieser zeigt sich nicht nur in der Überführung von unbezahlter Care-Arbeit in kommodifizierte Care-Dienstleistungen. Neuere Formen der Landnahme resultieren auch aus der Ersetzung von Care-Arbeit durch technische und digitale Lösungen, für die die Corona-Krise mit ihrem Gesundheitsparadigma einen wesentlichen Katalysator darstellte.
Autor*innen: Tove Soiland
Autor*innen: Norma Tiedemann
Hier geht es um die Wechselbeziehung zwischen der oft krisenhaften äußeren Wirklichkeit und unserem »inneren« Leben. Zu gern werden Probleme, die uns handlungsunfähig machen, auf die Ebene individueller Psychologie reduziert. Wie können wir solche Probleme politisieren? Psychoanalyse und Revolution wendet sich an Personen und Gruppen, die gegen eine ausbeuterische und entfremdende Realität kämpfen. Die Beziehung zwischen persönlicher »Innenwelt« und gesellschaftlicher »äußerer« Welt ist für Befreiungsbewegungen höchst relevant.
Autor*innen: Ian Parker; David Pavón-Cuéllar
Psychologie als Wissenschaft verortet sich im widersprüchlichen Feld von Herrschafts- und Befreiungswissen. Die begrifflichen Vorannahmen in den herrschenden psychologischen Theorien und ihre handlungsorientierten Ansätze zielen darauf, die Subjekte ohne ihre Einbettung in die gesellschaftlichen Verhältnisse zu beschreiben. Kritische Psychologie dagegen legt auf der kategorialen wie auf der Praxisebene ein Konzept vor, das die individuelle Befreiung mit der Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse in eins denkt.
Autor*innen: Ariane Brenssell; Klaus Weber (Hg.)
Der Band ›Theorien und Begriffe‹ stellt psychologische Mainstreamtheorien und die Kritik daran sowie die Grundannahmen der Kritischen Psychologie vor; praxisorientierte Ansätze der Psychologie und kritischpsychologische Alternativen dazu werden im Band Schulen und Praxen beschrieben.
Autor*innen: Ariane Brenssell; Klaus Weber (Hg.)
Utøya, Isla Vista, Halle, Hanau – drei Länder, vier Attentäter. Gemeinsam ist den Tätern ihre vergiftete Vorstellung von „Männlichkeit“ und ihr Wunsch, Frauen, Ausländer und Juden zu vernichten. In diesem Buch wird jener Vernichtungswunsch im Kontext europäischer rechts-identitärer Bewegung reflektiert, die auf Ungleichheit, Hass und Abwehr gegenüber dem Anderen aufbaut. Ziel ist, der imaginierten Verschwörung gegen den christlichen und „weißen“ Mann entgegenzutreten, Frauenkörper wieder in Besitz zu nehmen und sich so die „natürliche“ Position als Autorität in Familie und autoritärem Staat zurückzuerobern.
Autor*innen: Hanna Vatter
„Abbau der Autorität im Organisationsapparat ist wichtig. Abbau der Autorität in Theorie und Taktik des Klassenkampfes ist wichtiger. Am wichtigsten aber ist der Abbau der Autorität in der menschlichen Seele, weil ohne ihn ein Abbau der Autorität weder in Organisation, noch in Taktik und Theorie möglich ist." Otto Rühle
Autor*innen: Otto Rühle, Franz Pfemfert, Oskar Kanehl u.a.
Rechtsextreme Frauen werden mit ihren Einstellungen und ihrem Handeln oft übersehen und unterschätzt – auch in der Sozialen Arbeit und Pädagogik. Dies hat Folgen für das demokratische Miteinander, insbesondere aber für Menschen, die von rechter Gewalt betroffen sind. Doch wie kommt es zu diesem Wahrnehmungs- und Interventionsdefizit? Welche Ursachen lassen sich in Geschichte und Gegenwart in der Sozialen Arbeit und Pädagogik erkennen? Wie verlaufen Situationen in verschiedenen Handlungsfeldern und welche Alternativen lassen sich herausarbeiten? Diese und weitere Fragen werden im Buch beantwortet. Die Autor_innen plädieren für eine professionsethische Haltung von (sozial)pädagogischen Fachkräften.
Autor*innen: Esther Lehnert; Heike Radvan
Autor*innen: Ulrike Eichinger; Klaus Weber (Hg.)