Während autoritäre Bewegungen immer stärker werden, richtet Annette Ohme-Reinicke den Blick bewusst in die entgegengesetzte Richtung. Sie begibt sich auf die Suche nach Anfängen und verschiedenen Formen sozialer Bewegungen, die erstmals auftraten, als das Adjektiv «sozial» zu einem Kampfbegriff wurde und die kapitalistische Landnahme begann. Im weitgespannten Bogen, von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, entsteht das Bild sozialer Bewegungen als Erfahrungszusammenhang, deren Akteure darum kämpfen, in Freiheit und Gleichheit das Leben zu ändern und die Welt zu verändern.
Autor*innen: Annette Ohme-Reinicke
Vor 50 Jahren wurde es besetzt, dann von der Gemeinde Wien renoviert und subventioniert übergeben – das Amerlinghaus. Unzählige Initiativen sind daraus hervorgegangen. Als das erste in Wien durch Besetzung erkämpfte Kultur- und Kommunikationszentrum in den 2010er Jahren zerschlagen werden sollte, zeigte das Amerlinghaus sein kämpferisches Gesicht – mit Demos im Bobo-Bezirk, Punk-Konzerten im Shopping-Paradies und Vernetzungen mit aktuellen Hausbesetzer:innengruppen.
Autor*innen: Infobüro Amerlinghaus (Hg.)
Die Spontis sind den meisten heute allerhöchstens wegen ihrer Sprüche oder einiger weniger prominenter Aktivisten wie Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit bekannt. Dabei wird vergessen, welche Bedeutung sie in den Jahren nach dem Zerfall der 68er-Revolte für das folgende „rote Jahrzehnt“ hatten und wie prägend sie für das linke Milieu bis heute sind. Während sich Tausende Aktivist*innen Vorbildern wie Mao, Stalin oder der DDR zuwandten, hielten diejenigen, die später Spontis genannt werden sollten, an den Versprechen der antiautoritären Revolte fest und wurden so zu wichtigen Wegbereiter*innen für die undogmatische Linke der kommenden Jahrzehnte.
Autor*innen: Sebastian Kasper
Autor*innen: Stephen D´Arcy
Autor*innen: Atta Boy
Autor*innen: Roger Behrens; Martin Büsser; Tine Plesch; Johannes Ullmaier (Hg.)
Mass protest movements in disparate places such as Greece, Argentina, and the United States ultimately share an agenda - to raise the question of what democracy should mean. These horizontalist movements, including Occupy, exercise and claim participatory democracy as the ground of revolutionary social change today.
Autor*innen: Dario Azzellini; Marina Sitrin (Editor)
Autor*innen: Julia Fritzsche
Autor*innen: Greg Jackson
Als renommierte Kolumnistin war Ulrike Meinhof Teil des Establishments. Sie war 35, als sie sich entschied, das bürgerliche Leben hinter sich zu lassen, um im Untergrund die RAF mit aufzubauen. Ihr Weg vom Wort zur Tat und damit von der erfolgreichen politischen Journalistin zur "Staatsfeindin Nr. 1" ist Teil der Geschichte der BRD - und der radikalen Linken.
Autor*innen: Sara Hakemi; Thomas Hecken
Autor*innen: Lea Susemichel, Jens Kastner (Hg.)
Als die Mauer fiel und »das glücklichste Volk der Welt« die sogenannte »Wiedervereinigung« zelebrierte, wurde der Klassenkampf samt dem »Zeitalter der Ideologien« offiziell für beendet erklärt. Die salbungsvollen Worte erwiesen sich aber als inhaltsleer, der deutsche Imperialismus feierte fröhliche Urständ, aber auch die radikale Linke, die sich als Fundamentalopposition versteht, verschwand nicht von der Bildfläche. Über 20 Jahre später bietet sich nun die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und den Werdegang jener politischen Minderheit zu untersuchen, die sich einst gegen die Annexion der DDR gestemmt hatte.
Autor*innen: Ulrich Peters