Wie erschaffen wir eine andere Welt? Indem wir den Kapitalismus aufbrechen: Risse erzeugen, Augenblicke und Räume des Widerstands, in denen wir das Recht auf eine andere Art zu handeln, geltend machen. Das ist, was wir jetzt schon tun - jeden Tag - überall.
John Holloways viel beachtetes Buch "Die Welt verändern, ohne die Macht zu übernehmen" entfachte eine weltweite Debatte über die wirkungsvollsten Methoden den Kapitalismus zu überwinden. Jetzt führt Holloway die Debatte mit dem Argument fort, die Hoffnung liege darin, dass der Kapitalismus bereits schwer angeschlagen und die Logik des gesellschaftlichen Zusammenhalts voller Risse sei.
Können aber die Risse den Zusammenbruch des Systems herbeiführen? Holloway sieht die Wirkmächtigkeit dieser Sprünge in ihrer allgemeinen Triebkraft gegen kapitalistische Lohnarbeit und für andere Tätigkeiten. Die Frage nach der Revolution ist nicht, wie der Kapitalismus endgültig zerstört werden kann, sondern, wie sich verhindern lässt, dass er immer wieder neu erschaffen wird, und wie an seine Stelle etwas vernünftiges Neues gesetzt werden kann.
In 33 übersichtlichen Thesen will Kapitalismus aufbrechen die Debatte zwischen kritischen TheoretikerInnen und den Aktivisten, die den Kapitalismus wirkungsvoll aufbrechen wollen, neu entzünden.
Buch, 275 Seiten
Better die on your feet than live on your knees
Lokal gefeierter Rodeoking aus ärmlichen Verhältnissen, der als Sprecher seiner Dorfes bereits Kopf und Kragen riskiert, anschl. aus der Zwangsrekrutation desertiert und einen jahrelangen, vornehmlich von (mittellosen) Bauern getragenen, Aufstand mit stark libertären Zügen anzettelt.
Zu Wort kommen die Kommunardin Bettina Kruse, die Hausbesetzerinnen Emma, Marion und Mikky, die Projekt-A-Filmemacher Moritz Springer und Marcel Seehuber, der Krankenpfleger Heiko Maiwald (FAU), der Griechenland-Kenner Ralf Dreis, der Graswurzelrevolutionär Heinz Wittmer, Knobi, der Büchernomade, der Fairdrucker Thorsten Hallmann, die Black-Pigeon-Buchhändler Marvin Landauer und Sascha Bender, Andreas Ess vom (historischen) Projekt A, die Verleger Theo Bruns und Rainer Wendling von Assoziation A, Jörn Essig, Martin Schüring und Markus Kampkötter vom Unrast Verlag, Sania und Denise Kästner vom roots of compassion-Kollektiv sowie Hanna Mittelstädt und Katharina Picandet von der Edition Nautilus.