Bücher zum Anarchismus und Anarchosyndikalismus
1911 in Graz geboren, früh in antifaschistischen (Künstler-)Kreisen aktiv, war sie emotionaler Mittelpunkt ihrer »Brüdergemeinde«, einer linken Horde, selbstverantwortlich und nie hierarchisch. Diese fand für sie ihre Fortsetzung im Spanischen Bürgerkrieg und bei den jugoslawischen Partisanen. Aber auch in den späteren Forschungsreisen mit Paul Parin sowie Fritz und Ruth Morgenthaler nach Westafrika und in ihrer späteren Tätigkeit als Psychoanalytikerin spiegelte sich ihre Haltung wider.
Autor*innen: Goldy Parin-Matthèy
Gott und der Staat ist eines der berühmtesten Bücher der anarchistischen Bewegung. 1871 geschrieben und erst 1882 veröffentlicht, ist es Michail Bakunins große Abrechnung mit Religion, Staat und autoritärer Macht.
Autor*innen: Michail Bakunin
Autor*innen: Michael Bakunin
„Wenn in Spanien auch nur ‚Weimar‘ gegen Franco kämpfte, dann würde letzterer siegen, ja dann hätte er längst gesiegt. Aber das ist ja eben nicht der Fall. Hier hat sich das Proletariat erhoben, hier kämpft die soziale Revolution um ihren Sieg, diese aber hat ganz andere Kräfte ausgelöst als in irgendeinem Lande die Demokratie hätte auslösen können. Das ist das entscheidende.“ (Helmut Rüdiger, 22. September 1936)
Autor*innen: Helge Döhring (Hg.)
Schriftsteller und Salonredner, Philosoph und Politiker, Mystiker und Pazifist, Liebender und Leidender: Der Dichter und Anarchist Gustav Landauer zählt zu den schillerndsten Gestalten des deutschen Geisteslebens zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Sein Leben kulminiert in jenen sechs Tagen im April 1919, die wie aus der Geschichte gefallen scheinen: Die Tage der Münchner Räterepublik, als die Künstler und Philosophen die Regierungsbänke einnahmen und sich daranmachten, eine neue Gesellschaft auf den Trümmern des Ersten Weltkriegs zu errichten. Erich Mühsam, Ernst Toller, Ret Marut, der später als B. Traven bekannt wurde – und mitten unter ihnen Landauer als »Volksbeauftragter für Volksaufklärung«.
Autor*innen: Wilfried Steiner
Autor*innen: Rita Steininger
Autor*innen: Sebastian Kunze
Die krisenhafte Entwicklung in der Wirtschaft und die soziale Ungleichheit nehmen immer drastischere Formen an. "Wir lassen zu, dass Geld die Politik bestimmt, während Menschen unter Mangel leiden", brachte kürzlich der renommierte Ökonom Jeffry Sachs einen der Grundwidersprüche des aktuellen Wirtschaftsgeschehens auf den Punkt. Das Kunststück, auf Sparmaßnahmen zu verzichten und den öffentlichen Sektor unter Vermeidung der Schuldenfalle ausreichend mit monetären Mitteln auszustatten, versuchte der Österreicher Heinrich Färber (1864-1941) mittels seines ergokratischen Programms in der Zwischenkriegszeit. Färber schaffte es, mehrere zivilgesellschaftliche Initiativen zu inspirieren, sein Ruf drang in der Folge bis Lateinamerika.
Autor*innen: Gerhard Senft
Herrschaftssicherung, die durch die Einbeziehung der Menschen erfolgt und die Methoden offener Unterdrückung eher zu vermeiden sucht, beziehungsweise nur für Nicht-Integrierbare einsetzt, wirkt subtil, und ist damit schwerer durchschaubar. Der sich aktuell ausbreitende Populismus als Herrschaftsstrategie bedient sich der Benachteiligten, der Ausgegrenzten und Ausgebeuteten und suggeriert in ihrem Namen zu sprechen. Eine gefährliche Strategie, die in moderner Form aufgreift, was vormals der völkische Gedanke im Faschismus bezweckte: die eigentlichen Widersprüche durch die Zugehörigkeitsgefühle zum großen Ganzen zu überdecken. Völkische Ideologie und rassistische Muster haben sich bis in die Mitte der Gesellschaft ausgebreitet.
Autor*innen: Wolfgang Haug; Michael Wilk
Sind stabile herrschaftsfreie Gesellschaften denkbar? Haben staatslose Gesellschaften Jahrzehnte und länger überdauert und existieren sie noch immer? In den Sozialwissenschaften herrscht die Tendenz vor, »Regulierten Anarchien« entweder keinen politischen Stellenwert beizumessen oder ihnen doch eine verborgene Herrschaftlichkeit zu unterstellen. Mit beiden (ethnologischen bzw. historischen) Argumenten läßt sich die angebliche Unmöglichkeit von Herrschaftsabbau heute behaupten.
Autor*innen: Rüdiger Haude; Thomas Wagner
Autor*innen: Hauke Thoroe