Bücher zum Anarchismus und Anarchosyndikalismus
Der Hauptteil beleuchtet die bis 1933 bestehende Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands" (SAJD) unter ökonomischen, politischen und kulturellen Aspekten, sowie mit ihren geographischen und biographischen Schwerpunkten durch die Auswertung eines umfangreichen Quellen- und Literaturfundus.
Der zweite Teil widmet sich den verschiedenen Ansätzen dieser Jugendbewegung nach 1945, setzt sie zur Vorkriegsgeneration in Beziehung und endet mit einem ausführlichen Interviewkapitel heutiger aktiver Gruppen der «Anarcho-Syndikalistischen Jugend» (ASJ).
Der dritte Teil besteht aus einem umfangreichen Anhang zeitgenössischer Dokumente der SAJD, sowie aus einem ausführlichen Register.
Autor*innen: Helge Döhring
Autor*innen: Michaela Kilian
Hamburg nach dem Ersten Weltkrieg: Die Not ist groß, die alte Ordnung zusammengebrochen, groß ist die Hoffnung auf revolutionäre Veränderungen. Für den Kommunismus und die Weltrevolution agitiert enthusiastisch Ketty Guttmann (1883–1967). Aber der Arbeiterbewegung war sie zu feministisch, der bürgerlichen Frauenbewegung zu radikal. In der Arbeiterbewegung musste sie die Entstehung einer neuen Klasse von Funktionären erleben, deren Strategien zu den sozialen Bewegungen und ihrem Gerechtigkeitsgefühl in scharfem Gegensatz standen. Unter der Losung »Los von Moskau« wandte sich Ketty Guttmann 1924 von der KPD ab und schloss sich rätekommunistisch-anarchistischen Gruppen an. Für die offizielle Arbeiterbewegung und ihre Geschichtsschreibung war sie damit zur Unperson geworden; wo existiert auch nur ein Foto von ihr?
Der Band zeichnet Ketty Guttmanns wichtigste Lebensstationen nach, gibt Einblicke in ihren Kampf gegen bürgerliche Sexualmoral und für die Rechte von Prostituierten und beleuchtet ihren Weg zur scharfen Kritikerin des Parteikommunismus der Zwischenkriegszeit. Es ist der Beginn einer Spurensuche, die auch manch Irritierendes aufklären kann.
Autor*innen: Raimund Dehmlow; Thomas Iffert (Hrsg.)
Autor*innen: Roman Danyluk
Streikende Kurierfahrer*innen in Brasilien, organisierte Logistikarbeiter*innen in Italien, Basisgruppen in der Schweiz und Deutschland, verdeckte Proteste indonesischer Wanderarbeiter*innen in Taiwan, eine Besetzung in Griechenland, die sich gegen die Touristifizierung wehrt, brennende Baustellen und kollektive Enteignungen in den USA: Weltweit und auf unterschiedliche Art und Weise versuchen Proletarisierte dem Todeskult des Kapitals etwas entgegenzusetzen.
Autor*innen: M. Lautréamont (Hg.)
Autor*innen: Findus
Entsprechend gebührt dem Radikalaufklärer zu Recht der Ruf, der erste lesbare deutsche Philosoph zu sein: Im Zuge der Politisierung des philosophischen Denkens wird die Sprache vom Elfenbeinturm heruntergerissen, um von unten gegen diesen selbst zu polemisieren. An die Stelle der selbstbezüglichen und vermeintlich neutralen Philosophie tritt ein engagiertes Denken, das keine Scheu hat, sich selbst zu positionieren und sich dafür journalistischer Mittel bedient.
Autor*innen: Max Stirner
Autor*innen: Stefan Loibl
Das Hauptanliegen dieses Aufsatzes zur historischen Konfliktforschung ist die Darstellung des Konflikts innerhalb der antifaschistischen Allianz im republikanischen Aragonien während des Spanischen Klassenkrieges 1936-1939 und der sozialen Revolution. Die Untersuchung veranschaulicht u.a. die Bekämpfung und Unterdrückung der anarcho-syndikalistischen Kollektive durch Stalinisten und bürgerliche Antifaschisten sowie deren Gegenwehr.
Autor*innen: Tim Wätzold
Der Syndikalismus in Deutschland hatte unterschiedliche Gegner, die sich teilweise die Klinke in die Hände gaben. Neben den jeweiligen Staatsgewalten, den Kirchen und dem Kapital traten vor allem die sozialdemokratischen Zentralgewerkschaften sehr effektiv auf den Plan. Sie stoppten in Eintracht mit Staat und Kapital die Entfaltung syndikalistischer Organisationen. Hinzu kamen kommunistische Anfeindungen und organisationsinterne Streitigkeiten. Dadurch hatten die Nazis leichtes Spiel, die kärglichen Reste der syndikalistischen Arbeiterbewegung zu zerschlagen. Der „Terror der Zentralgewerkschaften“ setzte dem freiheitlichen Sozialismus in Deutschland am meisten zu und schuf erst die Grundvoraussetzungen, die Arbeiterschaft dem Faschismus hilflos auszuliefern.
Autor*innen: Helge Döhring
Autor*innen: Peter Seyferth
Peter A. Kropotkin war der führende Theoretiker und Aktivist des kommunistischen Anarchismus. Kropotkins politische Entwürfe besitzen eine ungebrochene Aktualität. Dezentrale autonome wirtschaftliche Einheiten, gegenseitige Hilfe, autonomes Denken und Handeln, Gleichberechtigung auf allen Ebenen, Bedürfnisproduktion statt Kapitalismus haben einen allgemeingültigen Charakter, der auch auf die Gegenwart anwendbar ist.
Autor*innen: Michael Lausberg