Was wir aus der Geschichte lernen können: Nicht die Anbetung der Asche, sondern das Weitertragen des Feuers...
Der Tagungsband fasst die Beiträge der Fachtagung „Sich fügen heißt lügen“ – Erich Mühsam in Oranienburg, die vom 04. – 07.07.2024 in Oranienburg stattfindet, zusammen. Eine umfangreiche Veranstaltungsreihe inklusive Ausstellung und Fachtagung erinnert ab Ende Juni 2024 an den Schriftsteller Erich Mühsam, dessen Ermordung durch die SS im KZ Oranienburg sich am 10. Juli zum 90. Mal jährt. Bevor Oranienburg zu seinem Todesort wurde, hatte der Dichter aber auch positive Berührungspunkte zu Oranienburg. So stand er in Kontakt mit der lebensreformerischen Obstbau-Siedlungsgenossenschaft Eden.
Autor*innen: Edition AV
Das vorliegende Buch ist eine Arbeit der österreichischen Historikerin Ingrid Bauer, die in den 1980er-Jahren ausführliche lebensgeschichtliche Gespräche mit den sog. „Tschik-Weibern“, führte, mit Frauen, die in der dortigen ArbeiterInnenbewegung eine bedeutende Rolle spielten. Starke Geschichten werden in diesem Buch lebendig. Sie erzählen von den Zwängen und Hoffnungen, von Anpassung und Widerstand der Frauen/Arbeiterinnen, deren Lebensgeschichten verwoben sind mit den beiden Weltkriegen und der Herrschaft der Austrofaschisten und Nationalsozialisten. Und: Es sind Geschichten, die auch in der Gegenwart, in einer Zeit, in der es in vielen gesellschaftlichen Bereichen neuer Formen von Solidarität, wachem Widerstandsgeist und konstruktiven Einsprüchen bedarf, anregend bleiben.
Autor*innen: Ingrid Bauer
Die Frage, was aus den anarchistischen Gruppen und Menschen in der Zeit des Austrofaschismus und Nationalsozialismus geworden ist, ist bis dato kaum erforscht. Reinhard Müller hat sich diesbezüglich auf Spurensuche begeben und die Hintergründe und Wege zwei Grazer Gruppen nachgezeichnet. Sie verfassten Flugblätter, brachten kurzzeitig, die beiden Zeitschriften „Brot und Freiheit“ und „Licht“ heraus, bis sie aufflogen und einige verhaftet wurden. Ein wichiger Teil ihrer Auseinandersetzung bezog sich auf den antifaschistischen und revolutionären Kampf der anarcho-syndikalistischen Proletarier_innen in Spanien.
Autor*innen: Reinhard Müller
Autor*innen: Dieter Braeg (Hg.)
Autor*innen: Thomas Geldmacher
Autor*innen: Oliver Steinke
Autor*innen: Forschungsgruppe (Hg.)
Autor*innen: Walther L. Bernecker
Zum 100. Jahrestag der Hinrichtung von Joe Hill (ermordet am 19. November 1915).
1525, im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Heerscharen von Bauern, Handwerkern, Soldaten und ausgestoßenen Rittern schließen sich zusammen, um den Verheißungen von reformatorischen Predigern zu folgen. Sie fordern vom Adel und den kirchlichen und städtischen Herrschaften die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse und erhoffen sich im Sinne des Evangeliums Gerechtigkeit. Auf maßvolle Forderungen und naive Appelle an die Gerichte und den Kaiser antworten die Fürsten mit roher Gewalt, deren Brutalität einzig und allein den Zweck hat, die unantastbare Vormachtstellung der Unterdrücker über die Unterdrückten zu bekräftigen.
Autor*innen: Giulio Camagni
„Was weiß das deutsche Volk von einem Thomas Münzer, der großen Prophetengestalt der ersten deutschen Revolution, der in seiner machtvollen Persönlichkeit die Sache der geknechteten Massen verkörperte […] Wäre Münzer ein Lakai der Fürsten gewesen wie Luther, so würde auch er heute zu den ‚Großen’ der Reformation gehören. Aber er stand zum Volke, zu den breiten Massen der Bauern und der Proletarier in den Städten, deren Sache er treu bis zum Tode verteidigt hatte.“ (Rudolf Rocker 1925)
Autor*innen: Helge Döhring
500 Jahre Reformation - 500 Jahre Martin Luther? So wollen es die staats- und kapitaltreuen Propagandisten von heute. Und sie werden dieses Ereignis mit Pomp und Gloria inszenieren, als habe es keine andere Geschichte gegeben. Luther, der Vernunftmensch, der auch mal derb sein durfte, Luther, der die Welt veränderte und sich für die sozialen Belange der Armen einsetzte - sein eiserner Besen wird peinlich verschwiegen. Luther, der in seinen Predigten und Taten Maß hielt, im Sinne eines heuchlerischen Klassenfriedens aller Menschen - arm und reich. Luther, der Prototyp des modernen Sozialdemokraten. Doch zu allen Zeiten gab es Menschen, die es ehrlich meinten mit sozialen Umwälzungen und dafür ihr Leben gaben: 500 Jahre Reformation - 500 Jahre Thomas Müntzer!
Autor*innen: Helge Döhring