Was wir aus der Geschichte lernen können: Nicht die Anbetung der Asche, sondern das Weitertragen des Feuers...
Autor*innen: August Krcal
Der internationale Anarcho-Syndikalismus bestand zugleich aus politischen Gewerkschaftsorganisationen sowie aus außergewerkschaftlichen und kulturpolitischen Zusammenschlüssen. In dieser Studie werden ihre Einflussmöglichkeiten auf betrieblicher Ebene und im Kulturbereich untersucht. Die regional herausgearbeiteten ideengeschichtlichen Aspekte lassen den Bremer Raum als Mikrokosmos einer weltweiten anarcho-syndikalistischen Alternative zum Kapitalismus und zum politischen Zentralismus deutlich werden. Dafür standen auch Persönlichkeiten wie Wilhelm Schroers und Heinrich Vogeler.
Autor*innen: Helge Döhring
Roque Dalton gilt als der Bertolt Brecht oder Jura Soyfer Lateinamerikas. Er setzte sich ab von der hymnischen Dichtung in der Tradition Pablo Nerudas, integrierte etwa als erster Dichter Mittelamerikas die Sprache der Straße, der Spelunken, Bordelle und Gefängnisse in seine Lyrik. Darüber hinaus war er ein Pionier linker Geschichtsschreibung und Kulturforschung. Sein Leben und Werk steht - exemplarischer noch als das Che Guevaras - für den Versuch, neokoloniale Unterdrückungsstrukturen mit literarischen, politischen und militärischen Mitteln zu bekämpfen, aber auch für die Widersprüche und Konflikte, in die man dabei geraten kann: In der Guerilla geriet der undogmatische Dalton bald mit der marxistischen Führung aneinander. Nachdem ein „Revolutionäres Tribunal“ ihn zum Tode verurteilt hatte, exekutierten seine Genossen Roque Dalton am 10. Mai 1975...
Autor*innen: Roque Dalton