Wohnraum, Hausbesetzungen, Gentrifizierung und mehr
Autor*innen: Andrej Holms
Autor*innen: FAU Dresden (Hg.)
According to the united nations, more than one billion people now live in the slums of the cities of the South. In this brilliant and ambitious book, Mike Davis explores the future of a radically unequal and explosively unstable urban world. From the sprawling barricadas of Lima to the garbage hills of Manila, urbanization has been disconnected from industrialization, and even from economic growth.
Autor*innen: Mike Davis
Seit der Weltwirtschaftskrise von 2008 arbeiten fanatisch-neoliberale (›proprietaristische‹) Netzwerke an der Entwicklung von Privatstädten, in denen private Unternehmen als unumschränkte Eigentümer jegliche Demokratie ersetzen sollen. Dabei werden bewusst Regionen in armen Staaten ausgesucht, wie beispielsweise in Honduras, wo nach dem Putsch von 2009 die politischen und juristischen Weichen für drei solcher Investorenstädte gestellt wurden, die zurzeit als Pilotprojekte errichtet werden. Als ausgewiesene Sonderwirtschaftszonen, denen weitgehende Autonomie in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung zugesprochen wird, hebeln diese Privatstädte nicht nur die Souveränität des Staates aus, sondern enteignen auch die lokale Bevölkerung und stellen sie vor die Wahl, sich ihren neuen Herren zu unterwerfen und für sie zu arbeiten oder ihre angestammte Heimat zu verlassen.
Autor*innen: Andreas Kemper
Long before Occupy, cities were the subject of much utopian thinking. They are the centers of capital accumulation as well as of revolutionary politics, where deeper currents of social and political change rise to the surface. Do the financiers and developers control access to urban resources or do the people? Who dictates the quality and organization of daily life?
Autor*innen: David Harvey
Die sozialen Revolten der letzten drei Jahre von Kairo über Athen und New York bis nach Istanbul sowie die zunehmenden Auseinandersetzungen um Wohnraum, Freiräume und Gestaltungsrechte in vielen Städten, haben weltweit – erneut – den Ruf nach einem Recht auf die Stadt laut werden lassen. Dabei wird oftmals explizit auf den französischen Marxisten, Stadtforscher und Philosophen Henri Lefebvre Bezug genommen. Der undogmatische Marxist des 20. Jahrhundert, der in seinen Arbeiten einen sympathischen Spagat zwischen Theorie und Praxis versuchte und dabei darauf bedacht war, diese Aspekte nicht getrennt zu denken, entwarf in seinen unzähligen Schriften einen Theoriekomplex, der auf gesellschaftliche Bewegung und Praxis reagiert, sie vorwegnimmt und gar in emanzipatorischer Weise befördern sollte.
Autor*innen: Daniel Mullis
Vor einigen Jahren ist in der radikalen Linken in Deutschland eine Strategiedebatte darüber entbrannt, wie die politische Arbeit von einer Fokussierung auf die eigene Szene weg und hin zur breiteren Gesellschaft und ihren sozialen Auseinandersetzungen verlagert werden kann. Aus dieser Suchbewegung sind unterschiedliche Stadtteilgruppen hervorgegangen, die versuchen, Profitorientierung, Konkurrenz und Vereinzelung eine solidarische und bedürfnisorientierte Praxis entgegenzusetzen, indem sie in Form von Basisarbeit an die lokalen Lebensbedingungen anknüpfen und entlang von Alltagskonflikten zu einer Politisierung des Stadtteils beitragen. In der aktiven Hinwendung zu den Nachbar*innen unterscheiden sie sich von klassischen Infoläden und linken Szenetreffs, zugleich grenzen sie sich durch den revolutionären Anspruch klar von Sozialarbeit und reformistischen Ansätzen ab. Ihre Organisierungsversuche im Stadtteil erstrecken sich unter anderem auf Miet- und Arbeitskämpfe, Feminismus und Care-Arbeit sowie Antirassismus und verbinden damit auf lokaler Ebene Themen unterschiedlicher sozialer Bewegungen.
Autor*innen: Vogliamo Tutto (Hg.)
Autor*innen: Antje Dieterich
Vor 50 Jahren wurde es besetzt, dann von der Gemeinde Wien renoviert und subventioniert übergeben – das Amerlinghaus. Unzählige Initiativen sind daraus hervorgegangen. Als das erste in Wien durch Besetzung erkämpfte Kultur- und Kommunikationszentrum in den 2010er Jahren zerschlagen werden sollte, zeigte das Amerlinghaus sein kämpferisches Gesicht – mit Demos im Bobo-Bezirk, Punk-Konzerten im Shopping-Paradies und Vernetzungen mit aktuellen Hausbesetzer:innengruppen.
Autor*innen: Infobüro Amerlinghaus (Hg.)
Rassistische Polizeikontrollen, Ausschlüsse beim sozialen Wohnbau, Bettelverbote. In Städten wird ständig verhandelt, wer dazu gehört und wer nicht, wer Zugang zu Ressourcen hat und wer nicht. Dieser Sammelband liefert sowohl theoretische Überlegungen, wie auch konkrete Erfahrungen und Interventionen zum Thema gesellschaftliche Teilhabe sowie Ein- und Ausschlüsse in Städten.
Autor*innen: Heidrun Aigner; Sarah Kumnig (Hg.)
Autor*innen: Lisa Vollmer
The Autonomous City is the first popular history of squatting as practised in Europe and North America. Alex Vasudevan retraces the struggle for housing in Amsterdam, Berlin, Copenhagen, Detroit, Hamburg, London, Madrid, Milan, New York, and Vancouver. He looks at the organisation of alternative forms of housing—from Copenhagen’s Freetown Christiana to the squats of the Lower East Side—as well as the official response, including the recent criminalisation of squatting, the brutal eviction of squatters and their widespread vilification.
Autor*innen: Alexander Vasudevan